Essen. Das Europe Direct Essen lädt gemeinsam mit der Volkshochschule (VHS) Essen zu einer Podiumsdiskussion über den Digital Services Act (DSA), das Gesetz über digitale Dienste der Europäischen Union, und den Umgang mit Hassrede sowie zu einem praxisorientierten Workshop zu digitaler Zivilcourage ein. Die Podiumsdiskussion findet am Dienstag, 10. November, von 18 bis 21 Uhr statt, der Workshop am Samstag, 14. November, von 10 bis 13 Uhr. Veranstaltungsort ist jeweils die Volkshochschule Essen. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos.
Hasskommentare, persönliche Angriffe und gezielte Einschüchterung gefährden die demokratische Debattenkultur im Internet. Mit dem Digital Services Act nimmt die Europäische Union Online-Plattformen stärker in die Verantwortung und verpflichtet sie zu bestimmten Verfahren im Umgang mit hasserfüllten und rechtswidrigen Inhalten. Doch wie wirksam sind diese im Kampf gegen Hassrede? Wo verläuft die Grenze zwischen kontroverser Meinungsäußerung und demokratiegefährdender Hetze? Und wie können Nutzerinnen und Nutzer selbst zu einem respektvollen Umgang im Netz beitragen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Podiumsdiskussion und der von dem Verein „Ichbinhier“ konzipierte und durchgeführte Workshop.
Die Podiumsdiskussion widmet sich den gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen von Hassrede. Im Fokus stehen die Möglichkeiten und Grenzen des DSA und der europäischen Plattformregulierung sowie die Auswirkungen von Hassrede auf den demokratischen Diskurs und das Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz vor Anfeindungen. Es diskutieren Magdalena Kaffai, Juristin bei HateAid, und Professor Marc Ziegele, Kommunikationswissenschaftler an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Moderiert wird die Veranstaltung von Janis Fifka, Mitglied im Speakers-Pool Team Europe Direct der Europäischen Kommission. Bürgermeisterin Julia Jacob spricht ein Grußwort. Vorkenntnisse zum DSA sind nicht erforderlich, zentrale Begriffe und Hintergründe werden erläutert.
Der Workshop von „Ichbinhier“ setzt bei den konkreten Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Hassrede an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Hassrede zu erkennen und von kontroversen, aber legitimen Meinungsäußerungen zu unterscheiden. Sie entwickeln und erproben Kommunikationsstrategien und erfahren, wie sie problematische Inhalte auf Online-Plattformen melden können. Dabei wird auch erläutert, welche Pflichten der DSA den Plattformen auferlegt. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist auch ohne Besuch der Podiumsdiskussion möglich.
Beide Veranstaltungen in der VHS am Burgplatz sind entgeltfrei und laden dazu ein, sich mit den Herausforderungen digitaler Kommunikation auseinanderzusetzen und Möglichkeiten kennenzulernen, die demokratische Debattenkultur im Internet zu stärken.
Die Veranstaltungsreihe wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Anmeldungen sind online möglich: für die Podiumsdiskussion unter vhs.link/dsa und für den Workshop unter vhs.link/gegenhass .


