Erkrath. Die SPD in Erkrath begrüßt Neubauvorhaben wie das der Düssel-Terrassen in Alt-Erkrath oder bei Pose in der „Neuen Mitte“.
Detlef Ehlert, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, zeigt sich angetan von den Neubauvorhaben. „Aber so erfreulich und nötig Neubauten für die Stadt und für den Mietenmarkt sind, ist es umso ärgerlicher, wenn an anderer Stelle Wohnraum bewusst leer steht und verfällt“, so Ehlert.
Einige markante Beispiele dafür greifen Peter Urban und Ulrike Haase von der SPD nun erneut auf. Sie fragen die Stadtverwaltung, was denn mit den beiden ehemaligen Gemeindezentren der Evangelischen Kirche in Unterfeldhaus und in der Sandheide geschehen soll, die lange leer stehen.
Für die nächste Sitzung des Sozial- und Wohnungsausschusses des Stadtrates soll nach dem Antrag der SPD auch dargelegt werden, was an der Kreuzstraße / Neanderstraße los ist: Seit mehreren Jahren stehen hier mindestens acht Wohneinheiten inklusive der Ladenlokale im Erdgeschoss leer.
Den Sozialdemokraten weiterhin ein Dorn im Auge sind auch die Hauptstraße 17 und die Morper Allee 14: Diese Immobilien stehen seit Jahren leer und verfallen zu Ruinen.
Die SPD weist darauf hin, dass nach Landesrecht Zweckentfremdungssatzungen möglich sind, um gegen anhaltende Leerstände vorzugehen und sie fragt, ob die Verwaltung eine aktive Meldepflicht für Eigentümer bei längerem Leerstand plant.
Das wäre dann unter Umständen auch eine Voraussetzung für ein Leerstandsmanagement für potenzielle Zwischennutzungen, um den Verfall von Immobilien zu stoppen.
Ulrike Haase berichtet aus Karlsruhe von einem Programm zur Wohnraumakquise: Da werden durch aktive Kooperation zwischen Stadt und Eigentümern große Erfolge (über 1.300 reaktivierte Wohnungen) erzielt, wenn Eigentümer angesprochen werden, um Belegungsrechte im Sozialen Wohnungsbaubestand zu sichern.
Das soll nach dem Antrag der SPD Thema in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Soziales, Kultur und Wohnen (ASKW) am 11.11.2026 zu einem Tagesordnungspunkt „Leerstand von Wohnungen in Erkrath“ werden.


