
Wülfrath. Das über Wülfrath hinwegziehende Sturmtief hat die Freiwillige Feuerwehr der Kalkstadt am Wochenende in Atem gehalten. Hier der Bericht der Wülfrather Wehr
Am Freitagabend wurden die Einsatzkräfte innerhalb von zweieinhalb Stunden zu vier Sturmeinsätzen und einem Pkw-Brand alarmiert. Um 20:24 Uhr musste ein Gefahrenbaum auf der Straße Zur Fliethe beseitigt werden, um 20:45 Uhr wurden mehrere größere Äste gemeldet, die an der Ecke Rohdenhauser Straße/Flandersbacher Straße den Verkehr behinderten. Um 21:28 Uhr kam ein Pkw-Brand am Ahornweg dazu, und um 21:50 Uhr musste ein Baum auf der Flandersbacher Straße in Höhe der Kläranlage beseitigt werden. Um 22:05 Uhr hatte es die Löscheinheit Flandersbach mit einem umgestürzten Baum auf der Straße direkt vor ihrem Feuerwehrgerätehaus zu tun. Um 22:54 Uhr wurden die Einsatzkräfte dann zum Bahnhof Aprath gerufen. Dort war die S-Bahn S 9 mit einem auf die Gleise gestürzten Baum kollidiert.
Auch am Samstag bestimmte der Sturm das Einsatzgeschehen: Um 00:53 Uhr wurde die Flandersbacher Löschgruppe zu einem umgestürzten Baum auf der Flandersbacher Straße alarmiert, und um 07:39 Uhr musste sich die diensthabende Löschgruppe Stadtmitte um einen Baum kümmern, der an der Ecke Lindenstraße/Fichtenstraße drohte, auf die Fahrbahn zu stürzen. Um 08:53 Uhr dann der nächste Sturmeinsatz: Hier war in der Röntgenstraße ein 15 Meter hoher Baum auf die Stromleitung gefallen. Ein weiterer Gefahrenbaum wurde um 10:25 Uhr in der Chemnitzer Straße gemeldet, und um 14:03 rückten die Feuerwehrleute in den Stadtteil Kocherscheidt aus. Hier drohte ein Baum auf den Panorama-Radweg zu fallen.
Menschen wurden glücklicherweise bei allen Sturmereignissen und dem Pkw-Brand nicht verletzt. Die Feuerwehr war je nach Einsatzgeschehen mit einem Löschzug Stadtmitte, der Flandersbacher Löschgruppe, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, einer Drehleiter, zwei Löschgruppenfahrzeugen sowie einem Tanklöschfahrzeug vor Ort und konnte mit ihrem Gerät sämtliche Gefahrenbäume beseitigen und auch den Pkw-Brand schnell löschen.
Da die Bäume zur Zeit oft noch belaubt sind und so dem Sturm eine große Angriffsfläche bieten, sind viele Gehölze in ihrer Stabilität gefährdet. Daher rät die Feuerwehr Spaziergängern, bei stürmischem Wetter Wälder zu meiden sowie Autofahrern, sich auf Verkehrsbehinderungen durch Astbruch oder Gefahrenbäume einzustellen.

