Alexander (11) und seine gesamte Familie hoffen auf einen passenden Spender. Foto: DKMS
Alexander (11) und seine gesamte Familie hoffen auf einen passenden Spender. Foto: DKMS

Monheim am Rhein. Alexander kämpft um sein Leben, denn er hat Blutkrebs. Der Elfjährige aus Monheim am Rhein benötigt eine Stammzellspende. Um einen passenden Spender zu finden, setzen seine Familie, seine Freunde und der gemeinnützige Verein „Chancen, sowie die Marienburg aus Monheim am Rhein gemeinsam mit der DKMS alle Hebel in Bewegung und organisieren eine Registrierungsaktion.


Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, hat am 8. November von 11 bis 15 Uhr in der Marienburg Monheim an der Bleer Straße 33 die Chance, ein Leben zu retten. „Unser größter Wunsch ist eigentlich ein ganz einfacher: Wir möchten, dass Alexander wieder gesund wird und in seinen Alltag zurückkehren kann. Er soll wieder Schach spielen, lachen, seine Freunde sehen und vor allem seine Kindheit genießen können.“

Bei einer Routineuntersuchung kommt der erste Verdacht auf, weitere Untersuchungen bestätigen die erschütternde Diagnose: Alexander hat das Myelodysplastische Syndrom (MDS), eine Erkrankung des blutbildenden Knochenmarks. Seitdem steht das Leben des 11-Jährigen und seiner Familie völlig auf dem Kopf. Anstatt mit seinen Freunden zu spielen, zur Schule zu gehen oder seiner Leidenschaft, dem Schachspielen, nachzugehen, verbringt der Junge aus Monheim am Rhein seine Zeit in Behandlungszimmern. Der wichtigste „Zug“ für den Schachprofi und amtierenden NRW-Meister (JEM, U12) ist jetzt eine Stammzellspende.

Nur wenn es irgendwo auf der Welt einen passenden Spender oder eine Spenderin mit denselben Gewebemerkmalen gibt, kann er die Krankheit besiegen. „Alexander liebt Schach. Er ist Weltmeister im Schach und nutzt jede Gelegenheit, um zu spielen. Schach
ist für ihn nicht einfach nur ein Spiel, es ist seine große Leidenschaft! Er hat gelernt, ruhig zu bleiben, nachzudenken und seine Partie zu gewinnen. Genau diese Stärke und diesen Kampfgeist trägt er auch jetzt in seiner Krankheit in sich. Wir glauben fest daran, dass er auch diese Partie gewinnen wird“, erzählt Mutter Konstantina und Vater Alexander.

Wer keine Zeit hat vorbeizukommen, kann sich über www.dkms.de/alexander das Registrierungsset nach Hause schicken lassen. „Für Alexander bedeutet die Aktion die Hoffnung, einen passenden Spender zu finden. Gleichzeitig möchten wir mit der Aktion deutlich machen, dass es nicht nur um Alexander geht. Jeden Tag erkranken Menschen und sind auf eine passende Stammzellspende angewiesen. Wir möchten möglichst viele Menschen erreichen – unabhängig davon, ob sie Alexander persönlich kennen. Unser Ziel ist es, über Stammzellspende aufzuklären, Ängste und Unsicherheiten abzubauen und Menschen zu motivieren, sich registrieren zu lassen“, berichtet seine Tante Antigoni.