Die Kirche St. Lambertus in Mettmann wird umfassend saniert. Foto: Kling

Mettmann. Die katholische Kirche St. Lambertus am historischen Marktplatz wird umfassend saniert. Die Arbeiten haben am 5. Oktober begonnen. Im Mittelpunkt steht zunächst die Sicherung des Kirchengebäudes, dessen historische Fundamente teilweise abgesackt sind. Die Sanierung ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt und wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken.


Zunächst werden die Fundamente stabilisiert. Dazu spannen die Fachleute zwischen den 18 Streben des neugotischen Kirchengebäudes Stahlseile, die im Mauerwerk verankert werden. Anschließend werden bis zu zehn Meter tiefe Stützen hydraulisch in den Boden gepresst. Das Verfahren soll verhindern, dass durch die Arbeiten zusätzliche Erschütterungen entstehen.

So sieht es aktuell im Inneren der Kirche aus. Foto: Kling

Nach der Sicherung des Gebäudes stehen weitere umfangreiche Maßnahmen an. Dazu gehören die Erneuerung des Kirchendachs und der gesamten Elektroinstallation. Außerdem sollen die Außenfassade und die Kirchenfenster saniert werden. Abschließend ist eine umfassende Erneuerung des Innenraums vorgesehen. Die Arbeiten am Kirchturm waren bereits 2023 und 2024 abgeschlossen worden.

Während der Sanierung bleibt die Kirche für Besucher geschlossen. Wertvolle Ausstattungsstücke werden deshalb geschützt, ausgelagert oder eingehaust. Teile der Orgel müssen demontiert werden. Auch der Denkmalschutz spielt bei den Arbeiten eine wichtige Rolle. Da sich früher ein Friedhof rund um die Kirche befand und die historischen Fundamente unter Denkmalschutz stehen, werden die Arbeiten entsprechend begleitet.

Die Baustelle hat auch Auswirkungen auf das öffentliche Leben in der Mettmanner Innenstadt. Der Marktplatz steht voraussichtlich längere Zeit nicht für größere Veranstaltungen zur Verfügung. Davon betroffen sind unter anderem der Blotschenmarkt, der Weinsommer und das Heimatfest.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Lambertus Mettmann hat unter sanierung.katholisches-mettmann.de eine Internetseite eingerichtet, in der sie in einem Bautagebuch über den Fortschritt der Arbeiten informiert. Unter der Überschrift „Ein Wahrzeichen wird gesichert“ schreibt die Gemeinde: „Seit über 1100 Jahren steht an dieser Stelle eine Kirche. Damit St. Lambertus auch künftigen Generationen erhalten bleibt, wird sie in sechs Bereichen umfassend saniert.“