Professor Horst Degen, Anette Jensen, Wolfgang Mohn, Simone Stöttner, Ellen Breuckmann, Claus Tinnes, Karlheinz Seidel und Heiko S. Goebel. Foto: Bergische Salonlöwen
Professor Horst Degen, Anette Jensen, Wolfgang Mohn, Simone Stöttner, Ellen Breuckmann, Claus Tinnes, Karlheinz Seidel und Heiko S. Goebel. Foto: Bergische Salonlöwen

Velbert. Seit 40 Jahren machen die Bergischen Salonlöwen zusammen Musik und kreieren jedes Jahr ein neues Motto-Programm. „Tanzen möcht´ ich“ nach dem berühmten Walzer aus Emmerich Kálmáns Operetten-Welterfolg „Die Csardasfürstin“ von 1915 feiert am Freitag, 20. November, ab 19 Uhr im Historischen Bürgerhaus Langenberg die Premiere. 


Das Ensemble für Wiener Kaffeehaus- und Salonorchestermusik wurde gegründet in der „klassischen Wiener Besetzung“: Stehgeige, Obligatgeige, Cello, Kontrabass, Flöte, Klarinette und Piano. Ziel: Die zwischen Mitte des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts äußerst populäre Kaffeehaus-Musik, die inzwischen in Vergessenheit zu geraten drohte, wieder aufleben zu lassen. Altes Notenmaterial wurde in Archiven, bei Musikverlagen und bei Musikern gefunden und für die Konzerte aufbereitet. Seither musizieren die Salonlöwen bei Kaffee und Kuchen, auf Hochzeiten, zu Geburtstagen, Jubiläen und Ausstellungseröffnungen.

Zu der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte hat auch der unverwechselbare Vortragsstil beigetragen: Die Bergischen Salonlöwen bringen jedes Jahr ein neues, themenbezogenes Programm heraus, das die Musik in der damaligen Zeit mit ihren Komponisten, Musikern und Sängern einem größeren Konzertpublikum in Wort und Bild näherbringt. Die „treibenden Kräfte“ bei dieser Konzeption sind die beiden Velberter Karlheinz Seidel, der das Ensemble als Stehgeiger musikalisch führt, und Professor Horst Degen, der für Organisation und Moderation verantwortlich zeichnet und jahrzehntelang den Kontrabass spielte. So kamen erfolgreiche Programme bei – oft ausverkauften – Konzerten zustande, die ihre Premiere bis heute regelmäßig im Bürgerhaus Velbert-Langenberg erleben

Eine Besonderheit der Salonlöwen ist, dass sie den Texten berühmter Opern- und Operetten-Arien, Liedern und Schlager Raum geben, damit die Kaffeehausmusik nicht nur „im Hintergrund“ bleibt. Seit Ende der 1980er Jahre ist dafür der Haaner Tenor Heiko S. Goebel zuständig, der seine klassische Gesangsausbildung in den 1980er Jahren an der Musikhochschule Köln bei Ellen Bosenius und Josef Metternich absolvierte und danach auf zahlreichen Bühnen in Deutschland, Österreich und Frankreich sowie in Radio und Fernsehen auftrat. Später wechselte er aus persönlichen Gründen den Hauptberuf, gibt aber bis heute zahlreiche Konzerte. In dieser Konstellation entwickelten die Bergischen Salonlöwen erfolgreiche Programme wie „Kleine Geschichte der Wiener Kaffeehausmusik“, „Glanzlichter Berliner Salonorchester“, „Pariser Salonmusik der Belle Epoque“ oder „Café Lehár und Co.“. Der Titel des Programms „Tanzen möcht‘ ich“ erinnert an Emmerich Kálmáns gleichnamigen Walzer aus der Operette „Die Csárdásfürstin“. Die Salonlöwen fragen nach den Unterschieden zwischen Salonorchestermusik und Tanzmusik. Während Salonorchestermusik häufig wechselnde Tempi besitzt und deshalb eher zum Zuhören geeignet ist, haben Musikstücke der Tanzmusik gleichbleibenden Rhythmus und beziehen sich auf Gesellschaftstänze wie Foxtrott, Rumba und Langsamen Walzer. Im Konzert wird an Musikbeispielen der Übergang vom Salonorchester zur Swing-Combo verdeutlicht.

Alle Infos zu den Veranstaltungen und den Link zum Ticketverkauf finden Interessierte unter www.kulturloewen.de. Tickets zu den Veranstaltungen gibt es außerdem an den bekannten Vorverkaufsstellen vor Ort.