Claudia Sciannimanica SKFM; Tom Karrenberg Inhaber der ,Kniffte‘; Jasmin Reimann, Leiterin ,Der Club‘, und Veronika Kautz, Gleichstellungsbeauftragte, machen mit. Foto: Stadt HEI
Claudia Sciannimanica SKFM; Tom Karrenberg Inhaber der ,Kniffte‘; Jasmin Reimann, Leiterin ,Der Club‘, und Veronika Kautz, Gleichstellungsbeauftragte, machen mit. Foto: Stadt HEI

Heiligenhaus. “Ist Luisa hier?” – wenn jemand in der Kneipe, im Schwimmbad oder im Club diese Frage an das Personal stellt, möchte sich diese Person nicht mit einer Freundin treffen. Es ist ein Hilferuf der besonderen Art.


Mit der Frage: „Ist Luisa hier“ möchte die fragende Person zeigen, dass sie in Bedrängnis ist. “Leider sagt die Statistik, das dies überwiegend Frauen und Mädchen betrifft”, so die Stadt Heiligenhaus.

Das Projekt „Ist Luisa hier“ wurde als Kampagne des Frauen-Notruf Münster initiiert. Es ist ein niederschwelliges Hilfsangebot, ursprünglich für Frauen und Mädchen in der Partyszene. Inzwischen wurde der Bedarf nach Achtsamkeit und gegenseitiger Unterstützung im gesamten öffentlichen Raum erkannt. “In Heiligenhaus beziehen wir Stellung und zeigen, dass wir füreinander da sind und ein klares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung setzen”, so die Gleichstellungsbeauftragte Veronika Kautz. Hier startet das Luisa-Projekt in der „Kniffte“ und im „Club“.

Inhaber und Personal wurden vom Claudia Sciannimanica vom SKFM geschult und sind somit in der Lage disktrete Hilfe anzubieten, wenn Frauen und Mädchen sich bedrängt oder belästigt fühlen. “Weitere Lokale und Einrichtungen in Heiligenhaus werden folgen und damit sichere Räume für Frauen und Mädchen schaffen”, kündigt Kautz an.

Die Teilnahme der Lokale und Einrichtungen erkennt man an den Plakaten und Aufklebern vor Ort.