Eine Pflegerin kümmert sich um eine Person in einem Krankenbett. Foto: pixabay
Eine Pflegerin kümmert sich um eine Person in einem Krankenbett. Foto: pixabay

Hilden. Der Kreis Mettmann stellt für die Klinik in Hilden zunächst zwei Millionen Euro zur Verfügung. In einem zweiten Schritt werden es im kommenden Jahr weitere zwei Millionen sein. 

„Mit der Sicherung der beiden Krankenhäuser Langenfeld und Hilden haben wir eine sehr wichtige Entscheidung zur kommunalen Daseinsvorsorge getroffen und damit die medizinische Versorgung im südlichen Kreis Mettmann gesichert.“ Mit diesen Worten zeigt sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende Sandra Ernst erleichtert über den Beschluss des Kreistages für die beiden kommenden Jahre außerplanmäßige Finanzmittel von jeweils zwei Millionen Euro bereitzustellen.

Somit erhält der neue Träger der Klinik in Hilden, die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO), die bereits das Krankenhaus in Langenfeld betreibt, insgesamt 4 Millionen Euro für notwendige Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Übernahme des Hildener Krankenhauses und dem Aufbau eines Verbundes gemeinsam mit der Langenfelder Klinik. Die GFO verpflichtet sich ihrerseits, im kommenden Jahr darzulegen, ob sie die Mittel im Jahr 2025 tatsächlich benötigt.

„Die kreisangehörigen Städte dürfte dabei freuen, dass zumindest der Zuschuss für das nächste Jahr aus dem laufenden Haushaltsjahr des Kreises entnommen wird und somit die Kreisumlage für 2024 nicht erhöht werden muss,“ ergänzt Sandra Ernst und dankt ausdrücklich dem Landrat und seinen Mitarbeitenden, die sich intensiv um die Vertragsausgestaltung bemüht haben.

Grund für den finanziellen Alleingang des Kreises bei der Klinik-Rettung war das kurzfristige Veto des Kommunalministeriums, dass eine städtische Beteiligung an der Anschubfinanzierung ausschloss.