Kreis Mettmann Wie können Museen Geschichte so erzählen, dass sie Menschen bewegt? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines internationalen Fachbesuchs im Neanderthal-Museum.
Zwei Mitarbeitende des finnischen Sámi-Museums Siida – ausgezeichnet als European Museum of the Year 2024 – waren zu Gast im Neandertal, um sich mit dem Museumsteam über Ausstellungsgestaltung, Vermittlung und Besuchererlebnisse auszutauschen.
Der Besuch setzt einen Austausch fort, der bereits im vergangenen Jahr begonnen hat. Museumsdirektorin Dr. Bärbel Auffermann lernte das Team von Siida kennen, Museumspädagoge Till Knechtges besuchte das Museum anschließend im Rahmen eines Erasmus+-Aufenthalts. Nun folgte der Gegenbesuch in Mettmann.
„Ob Urgeschichte im Neandertal oder die Kultur der Sámi im Norden Finnlands, Museen haben ganz unterschiedliche Themen, stehen aber häufig vor ähnlichen Fragen: Wie vermitteln wir wissenschaftliche Inhalte verständlich und spannend? Und wie schaffen wir Ausstellungen, die Menschen erreichen?“, sagt Dustin Welper, Leiter des Ausstellungsmanagements des Neanderthal-Museums.
Während das Neanderthal-Museum als interaktive Erlebniswelt Menschheitsgeschichte vermittelt, widmet sich Siida der Geschichte, Kultur und Gegenwart der indigenen Sámi. Das Museum gilt europaweit als Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Forschung, kulturelle Identität und moderne Museumsarbeit miteinander verbunden werden können. Gerade die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Häuser machten den Austausch besonders spannend.


