+Update+ Nach dem Brand in einem leerstehenden Gewerbebetrieb in Erkrath hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei geht aktuelle von vorsätzlicher Brandstiftung aus und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: “Wer hat am Donnerstagabend [2. April, Anm. d. Red.] etwas Verdächtiges in der Nähe der Helena-Rubinstein-Straße beobachtet?” Hinweise nimmt die Polizei in Erkrath jederzeit unter 02104 9480-6450 entgegen.
Erkrath. Die Feuerwehr ist am späten Abend des 2. April gegen 23:11 Uhr zur Straße Am Wimmersberg in Alt-Erkrath ausgerückt.
Anwohner hatten laut Feuerwehrbericht eine unklare Rauchentwicklung und Brandgeruch gemeldet. “Die Einsatzkräfte konnten am Wimmersberg zunächst keinen Brandherd ausfindig machen. Da sich die Angaben von Rauch und Brandgeruch vor Ort bestätigen ließen, alarmierte der Fahrzeugführer die Drohnenstaffel der Feuerwehr Erkrath, um mit der Wärmebildkamera der Drohne aus der Luft die Umgebung erkunden zu können”, hieß es.
Letztlich gelang es den Einsatzkräften, mit einer Wärmebildkamera in Richtung der S-Bahnstrecke an der Helena-Rubinstein-Straße eine deutliche Erwärmung der Luftschichten festzustellen. Bei der Erkundung der Helena-Rubinstein-Straße fand die Feuerwehr dann einen Brand im Erdgeschoß auf der Rückseite eines leerstehenden ehemaligen Gewerbebetriebes . Aufgrund der Größe und der Komplexität des Gebäudes sowie der Vermutung, dass sich in dem verlassenen Gebäude noch Personen aufhalten könnten, wurde die Alarmstufe erhöht und somit Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Erkrath ausgelöst.
Der Brand einer großen Menge Unrat im Gebäude konnte mit einem Löschrohr und im weiteren Verlauf mit einem Schaumrohr abgelöscht werden. Aufgrund der Ausdehnung des Gebäudes und der massiven Verrauchung wurde das gesamte Gebäude mit insgesamt sechs Atemschutztrupps nach Personen abgesucht und mehrere Hochleistungslüfter zur Entrauchung eingesetzt. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Bauruine.
Das Grundstück ist mit Gegenständen sowie Unrat und erheblichen Mengen von Glasscherben der defekten Fenster- und Türanlagen übersäht, so dass es bei der Brandbekämpfung zu zahlreichen Schlauchplatzern kam. Weiterhin musste eine Wasserversorgung über circa 250 Meter von der Schlüterstraße aufgebaut werden, da ein Hydrant in der Zufahrtsstraße zugeparkt war. Überörtliche UUnterstützungkam zudem aus Mettmann und Hilden.
Da eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann, wurde die Einsatzstelle an den Präsenzdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann übergeben. Der Einsatz konnte gegen 2:45 Uhr beendet werden.


