Rheinland-Pfalz recht herzlich im Rathaus willkommen. Foto: Stadt Erkrath
Bürgermeister Christoph Schultz (r.) hieß die Familie Erkrath aus Mendig in Rheinland-Pfalz recht herzlich im Rathaus willkommen. Foto: Stadt Erkrath

Erkrath. Anlässlich seines 80-jährigen Geburtstags besuchte Friedrich Erkrath zusammen mit seinem Sohn Eric den vermeintlichen Herkunftsort seines Familiennamens. Bürgermeister Christoph Schultz nahm dies zum Anlass die Familie im historischen Rathaus an der Bahnstraße willkommen zu heißen und sich gemeinsam mit ihnen auf die Spuren der Namens- und Ortsgeschichte Erkraths zu begeben.


Die erste urkundliche Nennung von Erkrath geht auf das Jahr 1148 zurück. Dort werden in zwei Urkunden des Stiftes Werden „Bernhard von Everkrothe“ sowie „Siegbert von Everekrothe“ genannt. 1237 wird darüber hinaus der Ritter Daniel de Erkerode erwähnt. Orts- und Familiennamen der überlieferten Ritter und Adeligen wandelten sich anschließend mit den Jahren von Everkrothe über Erkerode zu Erkrath, wo die Silbe „rath“ auf eine frühere Rodung zwischen 800 und 1200 hinweist. Die Erstsilbe könnte sich dagegen auf den Namen eines Erstsiedlers, vermutlich „Everek“ (Erik), oder die germanische Göttin „Erka“ beziehen. Die Herkunft des Namens ist sprachgeschichtlich nicht eindeutig zu bestimmen – ebenso wenig wie die verwandtschaftliche Verbindung zur Familie Erkrath aus Mendig in Rheinland-Pfalz.

Für Friedrich Erkrath war der Ausflug in den gleichnamigen Ort dennoch eine Reise wert: „Ich bin beeindruckt, welch große Vielfalt sich hinter meinem Namen verbirgt. Vom geschichtsträchtigen Fundort des Neanderthalers, über die ehemals steilste Eisenbahnstrecke Europas bis hin zum idyllischen Neanderland. Vielleicht war dies nicht mein letzter Besuch“, verriet der sympathische Namensvetter mit einem Augenzwinkern.