Erkrath. Zu Beginn des diesjährigen Schützen- und Volksfestes auf dem Gerberplatz in Alt-Erkrath hat Bürgermeister Christoph Schultz das noch amtierende Königspaar der Sankt Sebastianus Bruderschaft 1484 Erkrath im Großen Sitzungssaal des Rathauses empfangen.
Bevor im Zuge des traditionellen Königsschießens neue Majestäten das Amt für das Schützenjahr 2026/2027 übernehmen, trugen sich König Jürgen und Königin Petra ins Goldene Buch der Stadt ein. Bei einem feierlichen Umtrunk blickten die beiden gemeinsam mit Jungschützenprinz Tizian Angersbach, Pagenprinz Louis Wefers und Lutz Peis, 1. Brudermeister, auf die vergangene Amtszeit zurück.
Für den ehemaligen Berufskraftfahrer Jürgen Ziegner ging mit dem Königsschuss im letzten Jahr nach 47 Jahren Vereinsmitgliedschaft ein Lebenstraum in Erfüllung. Nicht nur über die Möglichkeit, den traditionsreichen Verein ein Jahr lang bei offiziellen Gelegenheiten vertreten zu dürfen, freute er sich, sondern auch darüber, durch das Amt Aufmerksamkeit auf eines seiner Herzensprojekte lenken zu können. Denn das Königspaar nutzte die Amtszeit, um gemeinsam Spenden für die Sanierung und Restaurierung des historischen Heiligenhäuschens an der Kreuzstraße zu sammeln. „In den vergangenen Jahren hat die Bruderschaft das Heiligenhäuschen gehegt und gepflegt, doch nun stehen größere Arbeiten an“, erläutert Jürgen Ziegner und hofft, dass die Arbeiten nun bald beginnen können. Er ist dem Denkmal bereits seit Kindestagen verbunden und versicherte, sich gemeinsam mit seiner Frau auch nach dem Ende seiner Amtszeit an der Wiederherstellung zu beteiligen.
Bürgermeister Christoph Schultz lobte den Einsatz und das Engagement des Königspaares: „Vereine wie die St. Sebastianus Bruderschaft leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt. Sie bewahren Traditionen, fördern Heimatkultur und stärken den Gemeinschaftsgeist. Dafür gebührt ihnen Respekt und Anerkennung.“ Mit dem Eintrag ins Goldene Buch möchte die Stadt Erkrath dieses bürgerschaftliche Engagement würdigen. Auch künftige Königspaare sollen daher weiterhin im Rathaus empfangen werden.


