Erkrath. Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, die für gesellschaftliche Teilhabe unverzichtbar ist. Umso wichtiger ist es, bereits früh die Freude am Lesen zu wecken, um Lesekompetenz langfristig zu fördern. In Erkrath engagieren sich gleich mehrere ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten mit vielfältigen Vorlese- und Leseförderangeboten für Kinder und ältere Menschen. Um diese wertvolle Arbeit künftig noch besser zu begleiten, Lesepatenschaften gezielt zu vermitteln oder neuen Interessierten den Einstieg zu erleichtern, hat die Stadtbücherei in Zusammenarbeit mit dem Förderverein und der Ehrenamtsbörse ein neues Konzept entwickelt.
Ab sofort fungiert die Webseite www.ehrenamtsboerse-erkrath.de als zentrale Anlaufstelle für alle, die sich als Lesepatin oder Lesepate engagieren möchten, aber noch keinen passenden Einstieg oder Einsatzort gefunden haben. Wer bereits aktiv vorliest und den Austausch mit anderen Freiwilligen sucht, kann sich per Mail an lesepatenerkrath@mail.de wenden – Petra Schendekehl und Barbara Schnell stehen dort als neue Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. „Unser Ziel ist es, niedrigschwellige Begleitangebote für alle zu schaffen, die sich ehrenamtlich in Erkrath engagieren möchten“, fassen die beiden Ansprechpersonen zusammen. Die Anlaufstelle beantwortet Fragen zur Vernetzung der Patinnen und Paten untereinander, fördert den Erfahrungsaustausch und bietet hilfreiche Unterstützung bei alltäglichen Herausforderungen an. Erstmalig laden die beiden Organisatorinnen hierfür am Samstag, den 05.04.2025, um 11:00 Uhr sogar zu einer offenen Sprechstunde für Fragen rund um das Thema Vorlesen und Lesetraining in die Stadtbücherei im Bürgerhaus Hochdahl ein.
„Das Interesse an der Leseförderung ist groß, besonders im individuellen 1:1-Lesetraining“, berichtet Bücherei-Leiterin Anne Heimansberg-Schmidt. Die bestehenden Vorleseangebote richten sich dabei längst nicht mehr nur an Kindergruppen, auch für ältere Menschen finden regelmäßig ehrenamtliche Vorlesekreise oder auch persönliche Lesebesuche statt. Künftig sollen zudem Vorleseprogramme für demenziell veränderte Menschen entwickelt und mehr Übungsangebote für leseschwache Kinder als ergänzende Unterstützung geschaffen werden. Auch hier dient die Ehrenamtsbörse als erste Anlaufstelle für Interessierte.