Marlies und Gottfried Oelschlägel haben Grund zum Feiern. Foto: Stadt Erkrath
Marlies und Gottfried Oelschlägel haben Grund zum Feiern. Foto: Stadt Erkrath

Erkrath. Anfang Juli feierten Marlies und Gottfried Oelschlägel Eiserne Hochzeit und blickten zu diesem Anlass auf 65 gemeinsame Ehejahre zurück.


Zu ihrem Ehrentag besuchte auch Bürgermeister Christoph Schultz das Paar und überbrachte nicht nur herzliche Glückwünsche, sondern auch einen bunten Strauß Blumen, regionale Präsente sowie eine Ehrenurkunde der Landesregierung. Bei einer gemütlichen Kaffeerunde erzählten die beiden Senioren von ihrer langen und glücklichen Ehe.

Kennengelernt haben sich Marlies und Gottfried Ende der 1950er Jahre, als beide noch in Düsseldorf wohnten, aber Mitglieder eines Tanzvereins im benachbarten Hochdahl waren. Marlies absolvierte damals eine Ausbildung bei der Post, während es den gebürtigen Dresdener Gottfried nach seiner Schreinerlehre in den Nachkriegsjahren an den Rhein verschlagen hatte. Beruflich verband die beiden nur wenig, dafür fanden sie auf dem Tanzparkett nach kurzer Zeit den richtigen Takt. Bereits ein Jahr nach ihrem ersten Treffen hielt Gottfried um die Hand seiner Marlies an und schon nach einem weiteren Jahr läuteten am 07.07.1961 die Hochzeitsglocken. Während Gottfried zunächst sein Architekturstudium beendete und im Anschluss für eine große deutsche Bank die Innenausstattung zahlreicher Filialen in ganz Deutschland plante, kümmerte sich Marlies im heimischen Unterbach um den Haushalt und die schnell wachsende Familie. Gemeinsam zogen die Oelschlägels drei Kinder groß. Noch heute erinnert sich die Familie gern an die gemeinsame Zeit und die Urlaube auf der griechischen Insel Naxos zurück, die auf zahlreichen Fotografien und Gemälden im Haus verewigt wurde.

Anfang der 1990er Jahre zog die Familie nach Hochdahl, wo einst ihr gemeinsamer Weg begann und sie bis ins hohe Alter dem Tanzen treu geblieben sind. Als überzeugte Wanderfans genießen sie hier bis heute die Nähe Erkraths zur Natur. Und auch wenn die beiden keine langen Touren mehr machen können, bleiben sie weiterhin so aktiv wie möglich. Unterstützung im Alltag erhalten sie dabei von einer ihrer Töchter, die regelmäßig aus Düsseldorf vorbeischaut. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer Ehe muss Marlies herzhaft lachen: „Ja, das fragen wir uns manchmal auch! Wir waren uns eigentlich nie böse. Harmonie und Zusammenhalt, das war uns immer wichtig sowie die Bereitschaft, gemeinsam durch dick und dünn zu gehen.“