Ingrid und Hans-Jürgen Rische feiern Diamantene Hochzeit. Foto: Stadt Erkrath
Ingrid und Hans-Jürgen Rische feiern Diamantene Hochzeit. Foto: Stadt Erkrath

Erkrath. Vor 60 Jahren gaben sich Ingrid und Hans-Jürgen Rische das Ja-Wort – und noch heute sind die beiden Wahl-Erkrather so eng miteinander verbunden wie am ersten Tag.


Anlässlich der Feier ihrer Diamantenen Hochzeit besuchte auch Bürgermeister Christoph Schultz das Paar aus Unterfeldhaus und überbrachte im Namen der Stadt eine Urkunde der Landesregierung, herzliche Glückwünsche sowie einen Strauß Blumen. Bei Gebäck und einem Glas Sekt berichteten die Jubilare von ihrer langen Ehe.

Kennengelernt haben sich Ingrid und Hans-Jürgen bereits Anfang der 1960er Jahre bei der Deutschen Bundespost – allerdings nicht am Schalter. Beide hatten damals eine Ausbildung beim Fernmeldeamt in Düsseldorf begonnen. Während sich der Düsseldorfer Jung Hans-Jürgen zum Telefontechniker ausbilden ließ, trat Ingrid in die Fußstapfen ihrer Eltern und Großeltern. Beinahe ihre gesamte Familie war im Postdienst tätig, sodass Ingrids Vater auch sie davon überzeugte, eine Ausbildung als Telefonistin zu beginnen. Als „Fräulein vom Amt“ war es fortan ihre Aufgabe, Telefonate zu vermitteln, damals noch durch händisches Umstecken von Kabeln –eine anstrengende Arbeit, bei der nicht nur Leitungen zusammengeführt wurden, sondern auch Herzen: Denn über den beruflichen Austausch kam Ingrid mit ihrem späteren Ehemann in Kontakt.

Doch auch wenn sich die beiden hervorragend verstanden, ganz ohne Zweifel war Ingrid zunächst nicht, wie sich die gläubige Christin und aktive Kirchengängerin schmunzelnd erinnert. Hans-Jürgen war nämlich ungetauft und gab auch nicht viel auf gemeinsame Kirchgänge. „Ich habe mir dann aber einfach gedacht: Der liebe Gott wird’s schon richten. Und so kam es dann ja auch“, berichtet sie heute lachend. Neben dem Arbeitgeber teilte das Paar auch viele gemeinsame Interessen: Sport, Kunst und vor allem das Reisen. Mit Hans-Jürgens erstem Auto erkundete das Paar gemeinsam Länder wie Ungarn, Jugoslawien und Rumänien und schaute sich ganz Europa an. Und das zu einer Zeit, in der solche Touren für unverheiratete Paare keineswegs selbstverständlich waren.

Im Jahr 1966 gaben sich Ingrid und Hans-Jürgen schließlich das Ja-Wort, ehe die Familie ein wenig später durch die Geburt ihrer Tochter komplett war. 1976 zogen die Risches dann von Düsseldorf ins benachbarte Unterfeldhaus, wo sie noch heute wohnen und regelmäßig zu langen Wanderungen ins Grüne aufbrechen. Und auch nach sechs Jahrzehnten Eheleben pflegen die beiden eine Partnerschaft, die vom gegenseitigen Zuhören, inspirierendem Austausch und einer innigen Verbindung lebt.