Felice Manzo und Maria Hagen, Leiterin des Beratungs-Centers Erkrath, haben die Ausstellung am Montag eröffnet. Foto: Sparkasse
Felice Manzo und Maria Hagen, Leiterin des Beratungs-Centers Erkrath, haben die Ausstellung am Montag eröffnet. Foto: Sparkasse

Erkrath. Die Kreissparkasse Düsseldorf stellt sechs großformatige Werke von Felice Manzo aus. In der Kundenhalle an der Bahnstraße präsentiert der Künstler seine Stahlwerke. Vollständig in Handarbeit gefertigt, ziehen die rund 130 mal 100 Zentimetern großen Werke die Blicke der Ausstellungsbesucher bereits aus weiter Entfernung auf sich. Die Ausstellung des Erkrather Künstlers ist bis zum 17. Juli 2026 an der Bahnstraße zu sehen.


Die Werke sind schwer, der Aufbau bei rund 30 Grad war entsprechend schweißtreibend – doch der Aufwand hat sich gelohnt: Seit Montag können Besucherinnen und Besucher der Kreissparkasse Düsseldorf in Erkrath sechs großformatige Werke von Felice Manzo bewundern. Jedes Werk hat ein Gewicht von bis zu 25 Kilogramm und misst etwa 130 mal 100 Zentimeter.

Thematische Schwerpunkte seiner Arbeiten bilden die Umwelt und die Einflüsse des Menschen. „Ich widme mich der Zeit und dem Vergänglichen, aber auch der Entstehung von Neuem, das allem Anderen trotzt“, sagt Manzo.

So zeigen etwa „Die Hinterlassenschaften von AY10“ alltägliche Haushaltsgegenstände und Müll. „Die arrangierten Objekte stehen für Abwesenheit, Vergänglichkeit und menschliche Spuren des Alltags“, sagt Manzo. „Der Rosteffekt auf dem mit Acrylfarben bemalten Stahlblech verstärkt den Eindruck von Verfall im Laufe der Zeit.“

Die Metallwerke fertigt Manzo vollständig in Handarbeit aus Stahlblech, vorgefertigte oder vorgefundene Objekte hingegen kommen nie zum Einsatz. Die Oberflächen seiner Werke gestaltet Manzo mit Acrylfarben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese spannenden Werke bei uns ausstellen dürfen“, sagt Maria Hagen, Leiterin des Beratungs-Centers Erkrath. „Die gezielt eingesetzten Rosteffekte transportieren das Thema Vergänglichkeit perfekt und verleihen den Werken eine ganz besondere Note.“

Das Interesse an der Bildenden Kunst entwickelte sich seit Felice Manzos Jugend und entspringt seiner Kindheit in Süditalien. Damals verbrachte er viel Zeit in den Keramikwerkstätten seiner Familie an der Amalfiküste. „Dort flossen die Stile von Künstlern aus aller Welt zusammen“, erinnert sich Manzo.

Geboren wurde er 1956 in Buenos Aires/Argentinien, als Sohn italienischer Einwanderer.
In den 1960er Jahren zog Manzo mit seiner Familie nach Italien, seit 1969 lebt er in Erkrath. Als Autodidakt verwirklichte er die ersten Arbeiten aus Metall Ende der 1980er: „Ich verwirklichte meinen Traum“, sagt er heute.

Vor knapp 30 Jahren stellte Manzo seine Plastik „Die Familie“ in der Erkrather Fußgängerzone auf, bevor er 1999 mit zwei Arbeiten an der Ausstellung „Lok-Art“ in Erkrath teilnahm.