Erkrath. Nach mehreren vergeblichen Anläufen ist es in der gestrigen Sitzung des Mobilitätsausschusses der Stadt gelungen, den berechtigten Bedürfnissen von Anwohnern in Unterfeldhaus Rechnung zu tragen und die Geschwindigkeit auf großen Teilen der Gerhart Hauptmann Straße auf Tempo 30 zu begrenzen. Ausgangspunkt dafür war ein erneuter Antrag zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aus Unterfeldhaus, der von Bündnis 90/Die
Grünen unterstützt wurde.
Besonders CDU und FDP hielten lange an ihrer Vorrangpolitik für den Autoverkehr in der Stadt beharrlich fest und die Sorge der Bürger vor Gefahrensituationen durch überhöhte Geschwindigkeit, vor allem auch für Kinder auf dem Weg zur Schule, Kita, Spielplatz oder Bushaltestelle und auch durch Beeinträchtigungen mit Lärm und Abgasen, schienen die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Selbst als es im vergangenen Jahr gelang, im Mobilitätsausschuss eine Mehrheit für Tempo 30 zu Stande zu bringen, hat der Bürgermeister diesen Entscheid angefochten und wieder außer Kraft gesetzt.
Aber die Anwohner gaben nicht auf, formulierten einen Bürger-Antrag, sammelten Unterschriften und vertraten ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung im Mobilitätsausschuss. Die Verwaltung hat zunächst in einer Vorlage erneut ausgeführt, dass Tempo 30 auf der Gerhart-Hauptmann-Straße rechtlich nicht möglich sei. In einer langen,
engagierten Diskussion hielten unter anderem Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen dagegen, stellten sich an dieser Seite der Anwohner und formulierten in einem Antrag, dass zumindest das Teilstück vom Neuenhausplatz gesehen vor dem Zebrastreifen bis hinter der Bedarfsampel mit der Geschwindigkeitsbeschränkung ausgewiesen wird. Dieser Antrag,
mitgetragen auch von der SPD, BmU und Linken, fand schließlich eine Mehrheit und entschärft einen besonders gefahrenträchtigen und lauten Abschnitt dieser Straße.
Andreas Kuchenbecker, Grünes Ratsmitglied aus Unterfeldhaus: „Wir freuen uns, dass dies nun endlich gelungen ist und Bürgerinnen und Bürger vor Ort die Erfahrung machen konnten, dass ihre Interessen von Teilen der Kommunalpolitik gesehen und unterstützt werden und sie zu einer guten Entwicklung im Stadtteil beitragen konnten.“


