Erkrath. Die aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren in vielen Teilen Europas und auch in Deutschland zunehmend aus.
Aufgrund ihrer mittlerweile weiten Verbreitung gilt die Art inzwischen als etabliert; eine Meldung einzelner Tiere ist daher nicht mehr erforderlich. Um jedoch die weitere Ausbreitung dieser invasiven Art einzudämmen und mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen, ist die Meldung von Nestern bei den örtlichen Imkern wichtig.
Die Asiatische Hornisse ist für Menschen grundsätzlich nicht gefährlicher als die heimische Hornisse, stellt jedoch eine Bedrohung für heimische Insektenarten dar. In der aktuellen Jahreszeit entstehen die sogenannten Primärnester, in denen die ersten Arbeiterinnen schlüpfen. Die Nester wachsen kontinuierlich weiter und erreichen häufig die Größe eines Handballs, können jedoch auch Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern erreichen. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist Vorsicht geboten, da die Tiere ihre Nester aggressiv verteidigen können. Ein Nest kann dabei insgesamt zwischen 4.000 und 10.000 Einzeltieren beherbergen. Bei der Sichtung eines Nestes können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an die örtlichen Imkereien wenden oder das Online-Meldeportal des Kreisimkervereins Mettmann nutzen. Nach Eingang einer Meldung inklusive Bilder werden die weiteren erforderlichen Schritte durch die zuständigen Stellen eingeleitet.
Besonders relevant sind Meldungen von Nestern in der Nähe stark frequentierter Bereiche wie Spielplätzen, Schulen, Kindertagesstätten, Fußgängerzonen oder anderen belebten Orten in der Öffentlichkeit.


