Richtfest für das Technikgebäude der Solarthermieanlage „Am Mühlenkamp“: Der Richtkranz markiert einen wichtigen Baufortschritt des Projekts. Foto: Stadtwerke Erkrath
Richtfest für das Technikgebäude der Solarthermieanlage „Am Mühlenkamp“: Der Richtkranz markiert einen wichtigen Baufortschritt des Projekts. Foto: Stadtwerke Erkrath

Erkrath. Seit dem Spatenstich im Februar 2026 hat sich auf dem Gelände der künftigen Solarthermie-Anlage „Am Mühlenkamp“ viel getan. Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig und das Projekt nimmt sichtbar Gestalt an. Mit dem Richtfest des Technikgebäudes am 29. Juli 2026 erreichten die Stadtwerke Erkrath einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in Erkrath.


„Mit dem Richtfest des Technikgebäudes feiern wir einen bedeutenden Baufortschritt unseres Solarthermieprojekts. Es zeigt, dass wir mit einem der wichtigsten Wärmeprojekte in Erkrath voll im Zeitplan liegen. Mein Dank gilt allen beteiligten Partnern, Fachfirmen
und Mitarbeitenden, die diesen Erfolg mit ihrem Engagement möglich machen“, sagt Gregor Jeken, Geschäftsführer der Stadtwerke Erkrath. Seit dem Baustart im Februar 2026 schreiten die Arbeiten auf dem Gelände kontinuierlich voran. Aktuell laufen die Erd- und
Rohrleitungsarbeiten auf Hochtouren. Das nun fertiggestellte Technikgebäude wird künftig die technische Schaltzentrale der Anlage bilden. Hier werden unter anderem die Steuerungs- und Regeltechnik sowie weitere zentrale Anlagentechnik untergebracht, die für die Einspeisung der erzeugten Wärme in das Fernwärmenetz Erkrath-Hochdahl erforderlich sind.

Auch die bisher umgesetzten Bauleistungen verdeutlichen die Dimensionen des Projekts: Allein im Hoch- und Tiefbau wurden bislang rund 10.000 Kubikmeter Boden bewegt. Etwa 21.000 Tonnen Schüttgüter – das entspricht rund 920 Lkw-Ladungen – wurden
angeliefert und eingebaut. Rund 400 Kubikmeter Beton bilden heute das Fundament des Technikgebäudes. Das Richtfest bot den Stadtwerken Erkrath und ihren Projektpartnern
zugleich Gelegenheit, einen Ausblick auf die kommenden Bauabschnitte zu geben. Als Nächstes folgen die Errichtung des Wärmespeichers, die Erschließung der Kollektorverrohrung, die Querung der Bahntrasse mit der Fernwärmeleitung sowie die
Rammung der Tragkonstruktion für die Kollektoraufständerung.

Für die Verrohrung des Kollektorfeldes werden bis Mitte September weitere rund 1.800 Kubikmeter Boden bewegt. Für Rohrleitungen, Sandbettung, Unterkonstruktion und Kollektoren werden insgesamt über 100 Lkw-Ladungen Material angeliefert. In den kommenden Wochen werden zudem rund 1.200 Meter KMR-Rohrleitungen vom
Kollektorfeld bis in das Technikgebäude verlegt. Anschließend beginnt die Montage von 987 Solarkollektoren mit jeweils 13 Quadratmetern Bruttokollektorfläche. So entsteht eine gesamte Bruttokollektorfläche von 12.956 Quadratmetern.

Parallel dazu werden die Ausbauarbeiten im Technikgebäude fortgesetzt. Neben dem Stahl- und Rohrleitungsbau erfolgen die Installation der Regelungs- und Schalttechnik sowie die Montage der Wärmeübertrager. Mit jedem dieser Bauabschnitte nimmt die Anlage
weiter Gestalt an und rückt ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2027 ein entscheidendes Stück näher. Nach der Inbetriebnahme wird Nordrhein-Westfalens größte Solarthermie-Anlage jährlich rund sechs Millionen Kilowattstunden erneuerbare Wärme erzeugen und in das Fernwärmenetz Erkrath-Hochdahl einspeisen. Damit leisten die Stadtwerke Erkrath einen
wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und treiben die lokale Wärmewende nachhaltig voran.