Mit einem Stift wurde ein Kreuz gezeichnet. Foto: pixabay/symbolbild
Mit einem Stift wurde ein Kreuz gezeichnet. Foto: pixabay/symbolbild

Erkrath. Interessierte Erkratherinnen und Erkrather ab 16 Jahren können noch bis Anfang Dezember ihre Meinung zur geplanten Bebauung der Wiese nordöstlich des Bürgerhauses in Hochdahl abgeben.


Der CDU Stadtverband Erkrath möchte hierzu ein Meinungsbild der Bürgerschaft einholen und bittet um Teilnahme an der Online-Umfrage auf der Beteiligungsplattform „Beteiligung NRW“ unter beteiligung.nrw.de/portal/erkrath. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung auf der Plattform erforderlich.

Hintergrund der Umfrage ist das städtische Standort- und Wohnraumkonzept, das der Stadtrat im Juni 2023 mehrheitlich beschlossen hat. Bestandteil des Konzeptes ist die Errichtung einer dauerhaften Unterkunft für geflüchtete und wohnungslose Menschen mit 100 beziehungsweise 120 Plätzen auf der Wiese nord-östlich des Bürgerhauses. Nachdem zunächst im Juni 2026 ein Sperrvermerk für die notwendigen Haushaltmittel beschlossen wurden, gab der Stadtrat Anfang Oktober 2026 die für den Beginn der Planungsarbeiten erforderliche Position im städtischen Haushalt frei. Befürwortende dieser Entscheidung verweisen auf die gesetzliche Unterbringungspflicht der Stadt und die mögliche Verwendung der Unterkunft für die Krisenvorsorge bei Katastrophenfällen.

Zwei bestehende Containeranlagen mit rund 150 Plätzen in Alt-Erkrath sollen zudem in naher Zukunft zum Zwecke der Wohnbebauung und für eine neue Unterkunft mit 80 Plätzen aufgeben werden. Die Nutzung zweier weiterer Unterkünfte in Alt-Erkrath und Hochdahl ist aufgrund des Zustandes unklar. Auch eine mögliche Finanzierung durch zweckgebundene Fördermittel des Landes NRW und eine gleichmäßigere Verteilung der Unterbringungsplätze auf Hochdahl und Alt-Erkrath wurden angeführt. Kritische Stimmen verweisen auf ein finanzielles Eigenrisiko für den städtischen Haushalt, eine mögliche Einschränkung für die städtebauliche Neuordnung des gesamten Bürgerhaus-Areals und rückläufige Zugangszahlen geflüchteter Menschen.