Solarthermieanlage „Am Mühlenkamp“ der Stadtwerke Erkrath. Foto: Stadtwerke Erkrath
Gregor Jeken (rechts) und sein Nachfolger Peter Grabowsky (links) an der Solarthermieanlage „Am Mühlenkamp“ der Stadtwerke Erkrath. Foto: Stadtwerke Erkrath

Erkrath. Bei den Stadtwerken Erkrath steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor: Der bisherige Geschäftsführer Gregor Jeken wird das Unternehmen zum 31. Dezember verlassen. Zum 1. Januar 2027 übernimmt Peter Grabowsky die Geschäftsführung. Der geplante Wechsel erfolgt im Rahmen einer geordneten Nachfolgeregelung und soll einen nahtlosen Übergang in der Unternehmensführung sicherstellen.


Gregor Jeken trat am 1. März 1999 als Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik in das Unternehmen ein und ist seit dem 1. Juli 2009 Geschäftsführer. In knapp 28 Jahren bei den Stadtwerken, davon mehr als 17 Jahre an der Unternehmensspitze, hat er die Entwicklung des kommunalen Versorgers maßgeblich mitgestaltet. Zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit zählen der kontinuierliche Ausbau der Versorgungsinfrastruktur, die Stärkung regionaler Kooperationen sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Nachdem die Stadtwerke 1997 die Stromversorgung übernommen hatten, kam Gregor Jeken 1999 mit dem Auftrag ins Unternehmen, die Stromversorgung sowie den Geschäftskundenvertrieb eigenständig aufzubauen. Er prägte die Modernisierung der Stromnetze und den weiteren Ausbau der Stromversorgung und schuf damit wichtige technische und vertriebliche Grundlagen für die Entwicklung des Unternehmens.

Mit der Gründung der Neander Energie GmbH im Jahr 2012 stärkten die Stadtwerke Erkrath den Energievertrieb im Kreis Mettmann und der Umgebung. Das Angebot von 100 Prozent Ökostrom, die Beteiligung an der Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG und der Ausbau der Elektromobilität unterstrichen die Ausrichtung auf eine zunehmend klimafreundliche Energieversorgung.

Im Jahr 2017 erschlossen die Stadtwerke mit Lichtwelle Erkrath das Geschäftsfeld Glasfaser und Telekommunikation. Rund 30 Millionen Euro flossen in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur – eine Investition in die digitale Zukunft der Stadt und in die Erweiterung des Unternehmensportfolios.

Ein weiterer Meilenstein war die Übernahme der Fernwärme zum 1. Januar 2022 und ihre Integration in das Unternehmen. Mit der im selben Jahr vorgestellten Dekarbonisierungsstrategie für Hochdahl stellten die Stadtwerke die Weichen für den schrittweisen Umbau der Wärmeversorgung. Zu den zentralen Maßnahmen des rund 27 Millionen Euro umfassenden Investitionsprogramms gehören der Bau des nach Unternehmensangaben größten Solarthermiefelds in Nordrhein-Westfalen und die umfassende technische Modernisierung des Blockheizkraftwerks.

Auch für die kommenden Jahre sind wichtige Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht: Die elektrische Anbindung eines Rechenzentrums mit einer Leistung von 30 Megawatt sowie die Erneuerung der Schaltanlage in der Umspannanlage Unterfeldhaus sind bereits beauftragt. Darüber hinaus befinden sich die Anbindung eines Batteriespeichers und die Errichtung einer Großwärmepumpe in Planung. Damit sind wesentliche Grundlagen für die weitere Entwicklung der Stadtwerke geschaffen, an die die neue Geschäftsführung anknüpfen kann.

„Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und kommunalen Partnern haben wir die Stadtwerke Erkrath kontinuierlich weiterentwickelt, neue Geschäftsfelder aufgebaut, regionale Zusammenarbeit gestaltet und wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt. Mein besonderer Dank gilt allen, die diesen Weg mit großem Einsatz und Vertrauen begleitet haben“, erklärt Jeken.

“Im Rahmen der geordneten Nachfolgeregelung dankt die Stadtwerke Erkrath GmbH Herrn Geschäftsführer Jeken für seine Leistung und seinen Einsatz im Laufe der vergangenen knapp 28 Jahre. Die Stadtwerke Erkrath GmbH wünscht Herrn Jeken für seine Zukunft alles Gute”, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christian Untrieser.

Mit Peter Grabowsky übernimmt zum Jahreswechsel ein erfahrener Energieexperte die Geschäftsführung. Er wechselt aus einer vergleichbaren Position bei einem brandenburgischen Stadtwerk zurück in seine Heimatregion und wird die erfolgreiche Entwicklung der Stadtwerke Erkrath fortführen.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei den Stadtwerken Erkrath“, sagt Grabowsky. „Das Unternehmen ist hervorragend aufgestellt. Daran möchte ich anknüpfen und gemeinsam mit dem Team die Zukunft einer klimafreundlichen, wirtschaftlich erfolgreichen und bezahlbaren Energieversorgung für Erkrath gestalten.“