Kreis Mettmann. Die FDP im Kreis Mettmann hat sich für die Landtagswahl 2027 aufgestellt. Auf der Kreiswahlversammlung am Donnerstagabend in der Stadthalle Ratingen wählten die Delegierten die Bewerberinnen und Bewerber für alle vier Landtagswahlkreise im Kreis Mettmann – jede Kandidatur wurde einstimmig bestätigt.
Damit tritt die FDP mit einem breit aufgestellten Team an, das den gesamten Kreis Mettmann abdeckt:
Wahlkreis 1 (Langenfeld, Monheim am Rhein, Teile von Hilden): Arlette Fleischer aus Langenfeld. Fleischer war 2025 Bürgermeisterkandidatin der FDP in Langenfeld, stand zuvor mehrere Jahrzehnte in Führungsverantwortung bei einem großen Industrie-unternehmen und ist seit einigen Jahren selbstständige Unternehmensberaterin.
Wahlkreis 2 (Erkrath, Haan, Teile von Hilden und Mettmann): Luca Gerbl aus Hilden. Gerbl ist Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) im Kreis Mettmann und Student.
Wahlkreis 3 (Ratingen, Heiligenhaus, Teile von Mülheim an der Ruhr): Alexander Steffen aus Ratingen. Steffen ist Kreisvorsitzender der FDP Mettmann, Vorsitzender der FDP Ratingen und seit Juli 2026 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags. Nach mehreren Jahren bei einer japanischen Bank machte er sich selbstständig, bevor er in den Landtag nachrückte.
Wahlkreis 4 (Velbert, Wülfrath, Teile von Mettmann): Alexander Dürkopp aus Velbert. Dürkopp ist Vorsitzender der FDP Velbert und arbeitet als Ingenieur bei einem Luft- und Raumfahrtunternehmen in der Region.
„Dass alle vier Kandidaturen einstimmig beschlossen wurden, zeigt: Wir ziehen als Team an einem Strang“, erklärte Alexander Steffen, Kreisvorsitzender der FDP Mettmann, im Anschluss an die Versammlung. „Mit einer erfahrenen Unternehmerin, einem engagierten Vertreter der jungen Generation und zwei kommunalen Vorsitzenden treten wir mit einem Team an, das den ganzen Kreis Mettmann repräsentiert. Wir freuen uns auf einen engagierten Wahlkampf.“
Steffen nutzte den Abend zugleich, um einzuordnen, worum es aus Sicht der FDP bei der kommenden Landtagswahl grundsätzlich geht: „Kaum jemand hier im Kreis bekommt mit, wie sehr sich die NRW-CDU inzwischen von den Grünen treiben lässt. Das beginnt bei der Schulpolitik: Im aktuellen Bildungs-monitor landet Nordrhein-Westfalen auf Platz 14 von 16 Bundesländern, drittletzter Platz, und Schwarz-Grün lässt unsere Kinder in einem der leistungsschwächsten Bildungssysteme Deutschlands aufwachsen, ohne dass sich die Koalition zu echten Reformen durchringt. Und es endet bei einer Migrationspolitik, die konsequentes Handeln durch Zuständigkeitsgerangel ersetzt. Der Kölner Abschiebeskandal um die sogenannte Coesfelder Liste zeigt gerade wieder, wie das in der Praxis aussieht: 471 ausreisepflichtige Menschen standen auf dieser Liste, die Zentrale Ausländerbehörde Coesfeld bot Köln im November 2024 an, für sie Pässe zu beschaffen. Köln lehnte ab. Seitdem sind rund 152 dieser Personen straffällig geworden, mit zusammen 568 Straftaten. Ausgereist ist bislang nur eine Handvoll. Das ist kein Einzelfall und keine Verwaltungspanne, sondern die Konsequenz einer Landesregierung, die vor unbequemen Entscheidungen zurückschreckt, egal ob es um Schulnoten oder um Abschiebungen geht. Genau deshalb tritt die FDP im Kreis Mettmann mit einem geschlossenen Team an. Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht, mit klaren Kanten statt mit Konfliktvermeidung“, so Steffen weiter.
Die Kreiswahlversammlung der FDP Mettmann tagte am Donnerstagabend in der Stadthalle Ratingen.


