Kerstin Griese (SPD) Foto: Mathias Kehren
Kerstin Griese (SPD). Foto: Mathias Kehren

Kreis Mettmann/Berlin. Die Vorschläge der Alterssicherungskommission stoßen bei der SPD-Abgeordneten und Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese auf Zustimmung.


„Für alle Generationen wird es mit den Vorschlägen besser als mit dem heutigen Status quo“, betont sie. Aus ihrer Sicht bieten sie gerade für die Menschen im Kreis Mettmann eine gute Perspektive für eine stabile und gerechte Rente.

„Die gesetzliche Rente bleibt auch künftig das Fundament der Altersvorsorge“, betont Griese, die im Arbeits- und Sozialministerium für Rentenpolitik zuständig ist. Die Empfehlungen der Kommission sorgten dafür, dass das Rentenniveau langfristig stabil bleibe und perspektivisch sogar steigen könne. „Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, erwarten zu Recht eine verlässliche Rente. Genau dafür schaffen die Vorschläge eine gute Grundlage“, sagt Griese.

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist eine zusätzliche gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild. Griese sieht darin eine wichtige Perspektive für junge Menschen. „Durch den paritätisch finanzierten Kapitalstock wird das Rentenniveau künftig steigen“, erklärt sie. „Viele junge Menschen im Kreis Mettmann, die heute eine Ausbildung machen, studieren oder am Anfang ihres Berufslebens stehen, können darauf vertrauen, später von einem stabilen Rentensystem zu profitieren.“

Auch Veränderungen bei den sogenannten Minijobs könnten Auswirkungen auf viele Beschäftigte in der Region haben. Sie sollen künftig grundsätzlich in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. „Dadurch erhöht jeder verdiente Euro später auch die eigene Rente“, betont Kerstin Griese.

Künftig sollen auch neue Selbstständige, Vorstände von Aktiengesellschaften sowie Abgeordnete Teil der gesetzlichen Rentenversicherung werden. „Damit wächst die gemeinsame Verantwortung für das Rentensystem“, sagt Griese. Ziel sei eine Erwerbstätigenversicherung, an der sich langfristig alle beteiligen. Auch die langfristige Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten gehöre aus Sicht der Kommission zu diesem Idealbild.

Kerstin Griese macht deutlich, dass die Empfehlungen der Kommission nur als Gesamtpaket funktionieren. „Es gibt jetzt kein Rosinenpicken, es ist ein Gesamtkunstwerk“, zitiert Griese Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Viele der Vorschläge griffen ineinander und sorgten gemeinsam dafür, dass die Rente auch in Zukunft stabil und gerecht bleibt.