Zehn Bewohner rettete die Feuerwehr über das Hubrettungsfahrzeug. Foto: FW Haan
Zehn Bewohner rettete die Feuerwehr über das Hubrettungsfahrzeug. Foto: FW Haan

Haan. Die Feuerwehr Haan ist gegen kurz nach Mitternacht zu einem Kellerbrand an die Dellerstraße gerufen worden. Bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang im rückwärtigen Bereich des dreigeschossigen Gebäudes für Betreutes Wohnen deutlich Rauch Rauch aus den Kellerfenstern.

Auch der Treppenraum war laut Feuerwehr mit Rauch gefüllt. Den Bewohnern war dieser Fluchtweg daher abgeschnitten. Die Feuerwehr leitete umgehend Maßnahmen zur Menschenrettung ein und konnte zehn Bewohner über das Hubrettungsfahrzeug aus dem Gebäude holen. Alle Wohnungen kontrollierten die Einsatzkräfte zudem.

„Glücklicherweise sind die Wohneinheiten über sogenannte Laubengänge miteinander verbunden, so dass der Rauch aus dem Treppenraum direkt ins Freie abziehen konnte, ohne dass dieser in die Wohneinheiten eindringen konnte“, erklärt die Haaner Feuerwehr.

Vier weitere Bewohner konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie begeben, wovon jedoch ein Bewohner durch die Rauchgase leicht verletzt wurde. Dieser wurde im Einsatzverlauf durch den Rettungsdienst versorgt. Die 13 betroffenen und unverletzten Bewohner wurden durch Personal eines benachbarten Pflegeheimes für die Zeit des Einsatzes versorgt. Alle konnten nach Beendigung des Einsatzes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

„Aufgrund der ausgedehnten Größe des Objektes gestaltete sich die Brandbekämpfung und die anschließende Entrauchung sehr aufwendig, weshalb die Einsatzleitung eine weitere Löschgruppe aus Hilden, sowie den Abrollbehälter Atemschutz aus Erkrath, zur Einsatzstelle alarmieren ließ“, hieß es. Kräfte aus Erkrath halfen, den Grundschutzes im Haaner Stadtgebiet sicherzustellen.

Insgesamt waren laut Feuerwehr 42 Einsatzkräfte bis etwa 4 Uhr vor Ort aktiv. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.