Ein Gebäude des Kreises Mettmann. Foto: Volkmann
Ein Gebäude des Kreises Mettmann. Foto: Volkmann

Düsseldorf. Den von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsplanentwurf für den Kreis Mettmann hält die IHK Düsseldorf für einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung des Wirtschaftsstandortes in ökonomisch schwierigen Zeiten.

Die IHK Düsseldorf spricht sich deshalb ausdrücklich für eine Verabschiedung des Entwurfs im Kreistag aus. „Der Haushaltsplanentwurf 2024 sieht vor, die Belastungen für die kreisangehörigen Kommunen im Rahmen des Möglichen auf einem niedrigen Niveau zu halten. Dies alles durch den rückhaltlosen Einsatz zur Verfügung stehender Finanzmittel und konsequente Sparmaßnahmen“, erklärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

So kann für das nächste Jahr aufgrund von Ergebnisverbesserungen nun doch auf die Ausgleichsrücklage zurückgegriffen werden. Zudem trägt die Bereitschaft des Landschaftsverbands Rheinland, den Hebesatz der Landschaftsumlage um ein halbes Prozent zu senken, zu einer Entlastung des Kreises um netto 4,1 Millionen Euro bei. Aus diesem Grund haben sich Verwaltung und Kreisausschuss am 4. Dezember in der Lage gesehen, den Kreisumlagehebesatz um fast zwei Prozent auf 31,33 Prozent gegenüber den ursprünglichen Planungen zu senken. Die Erhöhung fällt damit um mehr als 20 Millionen Euro beziehungsweise um rund 38 Prozent geringer aus als im September angenommen. Schon im März dieses Jahres senkte der Kreistag die Kreisumlage für das Jahr 2023 zugunsten der Kommunen um rund 20 Millionen Euro. „Man kann ihm wahrlich nicht vorwerfen, Geld zulasten der Kreisfamilie zu horten“, so Berghausen.

Das umsichtige Nutzen des dem Kreis derzeit zur Verfügung stehenden Entlastungsspielraums könnte andere Städte ermutigen, auf Realsteuerhebesatzerhöhungen komplett zu verzichten – und damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft im Kreis zu leisten. Wie der aktuelle IHK-Konjunkturbericht für den Kreis Mettmann zeigt, ist die Konjunktur derzeit auf Talfahrt und die Strukturprobleme nehmen zu. Verantwortlich dafür sind vor allem hohe Energiepreise und Zinsen sowie zunehmende geopolitische Spannungen, die den internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehr behindern. Die Unternehmen brauchen deshalb aktuell mehr denn je die Unterstützung von Kommunen und Kreis in Form moderater Gebühren- und Hebesatzbelastungen.