Gruppenfoto aller Teilnehmenden der siebten Staffel Ökoprofit im Kreis Mettmann. Foto: Kreis ME
Gruppenfoto aller Teilnehmenden der siebten Staffel Ökoprofit im Kreis Mettmann. Foto: Kreis ME

Kreis Mettmann. Am Mittwoch hat die Zwischenbilanz der siebten Ökoprofit-Staffel im Kreis Mettmann ganz im Zeichen zentraler Zukunftsfragen gestanden. Die Kreissparkasse Düsseldorf, die selbst mit den Standorten Mettmann und Heiligenhaus am Programm teilnimmt, hatte zu diesem besonderen Anlass in die Zentrale nach Düsseldorf eingeladen. Vorstandsvorsitzender Christoph Wintgen hieß die Teilnehmenden der Betriebe, der Kooperationspartner sowie des Kreises Mettmann  willkommen.


In seinem Grußwort betonte Dr. Stephan Kopp, Technischer Dezernent des Kreises Mettmann, die Bedeutung von Ökoprofit. Das Programm ermöglicht engagierten Betrieben im Kreis bereits seit 2011 einen niederschwelligen Einstieg in ein Umweltmanagementsystem. „Ökoprofit zeigt uns, dass nachhaltiger Wandel dort beginnt, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Selbst kleine Veränderungen können große Wirkungen entfalten und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Dr. Stephan Kopp.

Ökoprofit unterstützt die Betriebe durch gemeinsame Workshops und individuelle Beratungen dabei, ihre Energie- und Ressourcenverbräuche systematisch zu hinterfragen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das Programm und die erzielten Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall und CO2 sind ein fester Bestandteil der Klimaschutzstrategie des Kreises Mettmann.

Die Zwischenbilanz der teilnehmenden Betriebe hat die ersten Erfolge sichtbar gemacht und einen Ausblick auf die geplanten Maßnahmen für die nächsten Wochen gewährt:

AWO, Mettmann

Neben ihrer Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße lässt die AWO Kreis Mettmann auch zwei Kitas (Gruitener Straße und Heinrich-von-Bretano-Weg) sowie die Jugendwohngruppe Mondo (Gottfried-Wetzel-Straße) zertifizieren. Das klare Ziel eines skalierbaren Nachhaltigkeitsmanagements wird dort systematisch verfolgt um 2040 klimaneutral zu sein. In den vergangenen Monaten wurde eine differenzierte Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt und erste Pilot-Maßnahmen eingeführt, die perspektivisch auf mehrere Standorte ausgeweitet werden sollen. An einem Standort wurde die Optimierung der Heizungseinstellungen angestoßen, an einem anderen die Möglichkeiten der Abfalltrennung durch Abstimmungen mit dem Vermieter verbessert. Weiterhin sind die Installation von Luft-Handtrocknern und die weitere Reduzierung von Speiseabfällen geplant.

Kreissparkasse Düsseldorf, Mettmann und Heiligenhaus

Die Kreissparkasse Düsseldorf nimmt in der aktuell laufenden Runde mit ihren Standorten in Mettmann und Heiligenhaus an Ökoprofit teil und hat dies zum Anlass genommen, die genutzten Energieträger kritisch zu prüfen. Im Januar hat die Kreissparkasse Düsseldorf den dauerhaften Umstieg auf Ökogas an allen Standorten besiegelt. Weiterhin wurden im Team Informationsmaterialien für die Sensibilisierung der Mitarbeitenden erarbeitet, um umweltschonendes Verhalten in den Bereichen Heizen, Licht, Lüften und Abfall zu fördern. Noch vor der Prüfung im Sommer ist unter anderem die Begrenzung des Wasserdurchflusses in den Sanitäranlagen geplant. Um den Ressourcenverbrauch durch das Ausdrucken rechtlich geforderter Dokumentation weiter zu minimieren, wird zudem der Einsatz von 100-prozentigem Recyclingpapier geprüft.

Biogarten Handels GmbH, Hilden

Das Team der Biogarten Handels GmbH in Hilden hat sich zum Ziel gesetzt das Abfallmanagement zu optimieren, Stromeinsparungen zu erhöhen und die Mitarbeitenden durch Ökoprofit zu schulen und zum Mitmachen zu motivieren. In den ersten Monaten wurden bereits LED-Beleuchtungen installiert (teilweise mit Bewegungssensor) und auf einen ökologischen Energieversorger gewechselt. Es wurden nachhaltige Mitarbeitervorteile wie Jobrad und eine Müsli-Bar zur Vermeidung von Abfällen etabliert. Mitarbeitende können außerdem nicht mehr benötigte Computer des Unternehmens weiter nutzen. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden soll das Nudging durch Sticker und Hinweise weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Digitalisierung von Arbeitsprozessen geplant.

Neanderthal-Museum

Die Besuchenden des Neanderthal Museums haben einen großen Einfluss auf den Ressourcenverbrauch des Hauses. Ein Ziel ist es daher, durch eine entsprechende Infrastruktur einen umweltschonenden Museumsbesuch zu ermöglichen. Um Abfall zu reduzieren, wird das Audiosystem von individuellen Kopfhörern auf feste Einhandhörer umgestellt. Für die Papierhandtücher im Sanitärbereich wird ein Kreislaufsystem geprüft. Um eine umweltfreundliche Anreise zu fördern und das Verkehrsaufkommen im Tal zu reduzieren, wurde ein EFRE-Antrag für eine Mammutrutsche gestellt – die direkte Verbindung der Bahnhaltestelle mit dem Museum als Attraktion für Groß und Klein. Ein weiterer Fokus liegt auf der Steinzeitwerkstatt, deren energetischer Standard durch umfangreiche Baumaßnahmen (Fassade, Fenster, Heizungstausch) erhöht werden soll.

Kreishandwerkerschaft Mettmann

Bei der Kreishandwerkerschaft Mettmann stehen die Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Ökoprofit wird als Gemeinschaftsprojekt verstanden. Die Mitarbeitenden wurden für das Thema sensibilisiert und dazu motiviert, sich mit Ideen und Projekten zu beteiligen. Zu den ersten umgesetzten Maßnahmen gehören die Digitalisierung der Gehaltsabrechnungen sowie die Einrichtung von zentralen Sammelstellen für ausgediente Stifte und Toner. Geplant ist außerdem die Förderung der nachhaltigen Mobilität der Mitarbeitenden durch die Einführung eines Jobtickets. Darüber hinaus werden weitere Angebote (z. B. E-Bike-Ladestationen) geprüft. Auf dem Außengelände sollen außerdem Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität (z. B. Nisthilfen, insektenfreundliche Bepflanzung) ergriffen werden.

Stadtwerke Heiligenhaus

Das Team der Stadtwerke Heiligenhaus hat den Standort Abtsküche kritisch analysiert und ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um Energie und Ressourcen einzusparen. So wurde die Kühlung des Serverraumes baulich angepasst, die Kühltemperatur angehoben und Bewegungsmelder in den Fluren und Treppenhäusern installiert, um Strom zu sparen. Die Hygienepapiere wurden auf zertifiziertes Recyclingpapier umgestellt und Mitarbeitende durch E-Mails und Aufkleber für einen sparsamen Umgang sensibilisiert. Die Umstellung der Druckpapiere erfolgt in Kürze. Zu den weiteren geplanten Maßnahmen zählen die Optimierung der Heizungssteuerung, die Anschaffung von ausschaltbaren Steckerleisten für die Arbeitsplätze und die Aufstellung von Insektenhotels im Außenbereich.

Pieper & Partner Steuerberater, Ratingen

Die Pieper und Partner Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft MBB aus Ratingen hat kürzlich ein Hybridfahrzeug durch ein vollelektrisches Fahrzeug ersetzt. Für die Belegschaft ist in den nächsten Wochen ein Fahrsicherheitstraining mit Fokus auf eine energieeffiziente Fahrweise geplant. In den vergangenen Monaten wurde der Strombezug und -verbrauch analysiert und verbessert. Geplant ist nun die Optimierung der Bürobeleuchtung in Abstimmung mit dem Vermieter. Das Thema Nachhaltigkeit wurde verinnerlicht uns soll zukünftig auch in das Beratungskonzept für Mandanten einfließen.