
Kreis Mettmann. Ein kurzer Rempler, ein schneller Griff und schon ist der Ärger da: Wenn die Geldbörse oder das Smartphone aus der Tasche gestohlen werden, ist nicht nur die Aufregung groß, sondern auch der damit verbundene Aufwand.
„Taschendiebinnen und Taschendiebe nutzen zumeist die Unaufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger: Hierzu fragen sie mal nach dem Weg, bitten um Wechselgeld oder suchen einen sonstigen Vorwand, um ihre potenziellen Opfer anzusprechen und sie von ihren Wertsachen abzulenken“, so die Kreispolizeibehörde.
Im Kreisgebiet sind die Fallzahlen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 647 auf 947 angezeigte Taten gestiegen. Während der Kreis Mettmann ein Plus von mehr als 46 Prozent verzeichnet, sanken im Land Nordrhein-Westfalen insgesamt die Zahlen beim Taschendiebstahl.
Die Experten der Kriminalprävention im Kreis Mettmann machen daher gemeinsam mit den Bezirksdienstpolizisten im Rahmen einer landesweiten Aktionswoche auf Taschendiebstahl und die bekannten Maschen der zum Teil professionell auftretenden Diebinnen und Diebe aufmerksam. „Hierzu wurden in den vergangenen Tagen sowohl in der Erkrather Innenstadt als auch in Monheim am Rhein, Langenfeld und am heutigen Tag auch in Hilden Flyer an Passantinnen und Passanten und in den Geschäften verteilt. Die Polizistinnen und Polizisten suchten mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern zudem aktiv das Gespräch, um auf die Maschen von Taschendiebinnen und Taschendieben aufmerksam zu machen“, so die Behörde. Am Samstag, 10. Oktober, nutzen die Expertinnen und Experten der Kriminalprävention den Seniorentag in der Ratinger Stadthalle, um erneut vor Taschendiebstahl zu warnen.
„Tragen Sie ihre Handtasche eng am Körper und behalten Sie diese immer im Blick. Führen Sie keine größeren Bargeldbeträge mit sich und verstauen Sie ihre Wertsachen in den Innentaschen Ihrer Jacke oder anderer Kleidungsstücke“, rät die Kreispolizeibehörde. Zudem solle man auf Ablenkungsmanöver achten und aufmerksam bleiben.

