Einen solchen selbstfahrenden Bus zwang der Quad-Fahrer zu einer Vollbremsung. Symbolfoto: Stadt Monheim am Rhein
Einen solchen selbstfahrenden Bus zwang der Quad-Fahrer zu einer Vollbremsung. Symbolfoto: Stadt Monheim am Rhein

Kreis Mettmann. Am Freitagnachmittag hat ein bislang unbekannter Fahrer eines Quads in Monheim am Rhein einen autonom fahrenden Linienbus bedrängt und zu einer automatisierten Vollbremsung genötigt.

Gegen 14.50 Uhr fuhr der Bus der Linie 73 über die Kapellenstraße in Richtung Baumberg, als ein ihm entgegenkommendes Quad auf die Gegenfahrbahn ausscherte und mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Bus zufuhr.

Der selbstfahrende Bus, in dem zu dieser Zeit nur der zuständige sogenannte Operator an Bord war, führte daraufhin eine automatisierte Vollbremsung durch, wodurch ein Unfall knapp vermieden werden konnte.

Nachdem der Bus zum Stillstand kam, wechselte der Quad-Fahrer wieder auf seine Fahrspur und hielt an. Als der „Operator“ den Quad-Fahrer auf sein Verhalten hin ansprach, soll dieser erwidert haben, er habe „nur testen wollen, wie der selbstfahrende Bus reagiert“.

Der Operator rief daraufhin die Polizei, die nun mit der folgenden Beschreibung nach dem Quad-Fahrer sucht:

  • männlich
  • etwa 50 Jahre alt
  • 1,70 bis 1,75 Meter groß
  • normale Statur mit leichtem Bauchansatz
  • kurze, dunkelblonde Haare
  • roter Helm
  • trug eine beigefarbene Stoffjacke
  •  fuhr ein gelbes Quad 

Gegen den Quad-Fahrer leitete die Polizei zwei Strafverfahren ein – wegen Nötigung und  gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Ermittlungen dauern an.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Monheim jederzeit unter der Rufnummer 02173 9594-6350 entgegen.