Der Auenkauz ging dieses Mal an Martin Stief. Foto: Julian-Oymanns
Der Auenkauz ging dieses Mal an Martin Stief. Foto: Julian-Oymanns

Monheim am Rhein. Der „Auenkauz“ ist eine Auszeichnung der Biologischen Station Haus Bürgel für hervorragendes ehrenamtliches Engagement im Naturschutz. Der Vorstand der Biologischen Station hat sich in diesem Jahr für Martin Stief aus Monheim entschieden.

Seit Martin Stief 15 Jahre alt ist, interessiert er sich für die Vogelwelt. Der Vater kannte schon Viele Vogelstimmen, war ein gutes Vorbild, und hat seine Erfahrung an den Sohn weitergegeben.

Seit 1988 Mitglied im NABU, setzt er sich aktiv für die Natur vor der Haustür ein. Seit etwa zehn Jahren kartiert er systematisch die Wasservögel und Kormorane am Monbagsee und stellt der Biologischen Station die Beobachtungsdaten zur Verfügung. Er liebt die Urdenbacher Kämpe und besonders die Renaturierung vom Urdenbacher Altrhein und den Monheimer Rheinbogen. Hier verbringt er ganze Wochenenden und dokumentiert die Durchzügler, wie z.B. Kraniche.

Mit seinen Vogelkartierungen möchte er einen Beitrag zur Dokumentation der Entwicklung in den Schutzgebieten leisten. Im Sinne des „citizen science“ stellt er seine Beobachtungen der internationalen Datenbank Observation.org zur Verfügung.

2019 nahm er erfolgreich an der vom LVR geförderten Ausbildung: „Ehrenamt im Naturschutz stärken“ teil. Dadurch konnte er sein ökologisches Fachwissen erweitern und vertiefen, denn in seinem Hauptberuf ist er Betriebswirt und arbeitet bei einer Bank.

Inzwischen hat er sich zu einem Multiplikator für Vogelkunde gemausert, der sein umfangreiches Fachwissen an Interessierte weitergibt. Insbesondere viele Hobby Fotografen in der Urdenbacher Kämpe profitieren von Martins Erfahrungsschatz. Im Zuge der Altrhein Renaturierung ist der Dammweg bei Fotografen sehr beliebt und es hat sich eine Foto-Community um Martin entwickelt. Die Gruppe der „Kämpe- Fotografen“ hat sich zum Wohle der Arten vor Ort, auf naturverträgliches fotografieren insbesondere am Urdenbacher Altrhein verständigt und weißt andere im Zweifelsfalle auch daraufhin.

Die Biologische Station profitiert von den sehr guten Fotos, die die Entwicklung in dem Auengebiet bestens dokumentiert. Die Kämpen Fotografen sind gemeinsam am Infostand beim Tag der offenen Tür mit einer Fotoausstellung vertreten. Sie tragen mit Ihren ästhetischen Bildern dazu bei, dass die heimische Natur große Wertschätzung erfährt.

Der Preis wurde der Biologischen Station im Jahr 2002 zum zehnjährigen Bestehen von dem langjährigen Vorsitzenden Professor Eberhard Weise gestiftet. Der Auenkauz ist eine in Bronze gegossene Plastik und sieht einem Steinkauz recht ähnlich. Sie ist eine Kreation des Leverkusener Künstler Kurt Arentz. Von der auf 20 Exemplaren limitierten Auflage wurde nun der 15. Auenkauz verliehen.

Träger des Auenkauzes sind bisher: Wilhelm Knebel (2002), Otto Kieker (2004), Alfred Leisten (2006), Volker Hasenfuß (2008), Rod Farbrother (2009), Detlef Regulski (2010), Gerd Preiss (2013), Gerd Thörner (2014), Elmar Kottolinsky (2015), Ehepaar Henrichs (2016), Jürgen Schumann (2017), Martin Hankammer und der Amphibienarbeitskreis NABU Velbert (2020), Ute und Norbert Willems sowie Claudia Monville und Jörg Arndt (2022).