Bärbel Auffermann, Direktorin des Neanderthal Museums (links im Bild) und Anna Riethus, Forschungskoordinatorin, präsentieren das unterzeichnete Memorandum. Foto: Kreis ME
Bärbel Auffermann, Direktorin des Neanderthal Museums (links im Bild) und Anna Riethus, Forschungskoordinatorin, präsentieren das unterzeichnete Memorandum. Foto: Kreis ME

Kreis Mettmann. Das Museum im Neandertal hat offiziell seine Partnerschaft mit Südkorea besiegelt.

Welche Fossilfunde gibt es eigentlich in Südkroea und wie ergänzen sie unsere gemeinsame Menschheitsgeschichte? Diese und viele andere Fragen rund um Humanevolution und ihre Vermittlung im Museum stellten sich Anna Riethus, Forschungskoordinatorin am Neanderthal-Museum und ihre Kolleginnen schon häufiger.

Bislang war die westliche Forschung zu den Neanderthalern und unserer Humanevolution stark auf Europa fokussiert. Doch Neanderthaler lebten nicht nur in Europa, sondern auch in weiten Teilen Asiens. Diese Funde sind in Europa jedoch kaum bekannt und wurden auch in Ausstellungen bislang kaum thematisiert. Diese Lücke in der Forschung und Vermittlung zur Humanevolution zu schließen, haben sich das Neanderthal Museum und das Ice Age Europe Netzwerk zum Ziel gesetzt

Seit einigen Jahren besteht bereits Kontakt zwischen dem Neanderthal Museum und dem Seokjang-ni Museum in Gongju, Südkorea. Dieses Archäologie-Museum wurde auf der ersten Ausgrabungsstätte zur Steinzeit Koreas errichtet, und vermittelt seit 2006 multimedial und interaktiv die koreanische Steinzeit.

Bei einer gemeinsamen Zeremonie in Südkorea mit dem Bürgermeister von Gongju haben Anna Riethus und Katrin Hieke vom Ice Age Europe Netzwerk nun die internationale Zusammenarbeit offiziell in einem “Memorandum of Understanding”, einer Absichtserklärung, besiegelt. Die beiden Museen und das Ice Age Europe Netzwerk werden in den nächsten fünf Jahren länderübergreifende Ausstellungsprojekte, Publikationen und neue Vermittlungsangebote umsetzen.