Energiesparen bleibt ein Thema. Foto: pixabay
Energiesparen bleibt ein Thema. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Elf kreisansässige Unternehmen und Einrichtungen nehmen zurzeit an der sechsten Staffel des Projekts Ökoprofit des Kreises Mettmann teil.

Darin erarbeiten sie in Zusammenarbeit mit dem Umweltberatungsunternehmen „einsfünf“ ihr eigenes Programm, um den Energieverbrauch im Unternehmen zu senken, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten einzusparen.

In zwei von acht Workshops stand das Thema „Energie“ auf der Tagesordnung. Peter Wobbe-von Twickel, Ökoprofit-Koordinator beim Kreis Mettmann: „Hier kamen die wichtigen Energieverbraucher auf den Prüfstand. Beim Strom waren dies z. B. die Beleuchtung, die Server oder die Rechner, die Drucklufterzeuger, die Aufzüge oder die Gabelstapler.“

Während im Handel durchschnittlich 15 bis 25 Prozent der Beleuchtungsenergie eingespart werden kann, sind in der Industrie rund 20 bis 30 Prozent möglich. Mit der Optimierung der Beleuchtungssysteme und der Wahl der passenden Leuchtmittel kann bereits viel erreicht werden.

Darüber hinaus trägt es auch zum Stromsparen bei, wenn die Beleuchtung und Geräte nur dann eingeschaltet sind, wenn sie wirklich gebraucht werden. Im Handel und im Dienstleistungsbereich kann dies z. B. durch den Verzicht auf die übliche Nachtbeleuchtung geschehen. „Für zahlreichen Unternehmen kann es sich lohnen, eine eigene Photovoltaikanlage zu betreiben. Durch den selbst erzeugten und gespeicherten Strom kann der Eigenverbrauch deutlich gesenkt werden. Eine Prüfung ist sicher sinnvoll“, betont Peter Wobbe-von Twickel.

Der zweite Workshop nahm das Thema „Heizen“ in den Fokus. Neben der Wahl eines geeigneten und sparsamen Heizsystems ging es darum, wie möglichst viel Wärmeverlust vermieden werden kann. Neben baulichen Maßnahmen können bereits Verhaltensänderungen der Mitarbeitenden zur Einsparung von Wärmeenergie beitragen. Dazu müssen, wie die Teilnehmer der Workshops bestätigten, einige Gewohnheiten geändert werden. Als Beispiele führten sie an, dort wo es möglich ist, die Heiztemperatur zu senken und wärmere Kleidung zu tragen, Türen und Tore immer zu schließen, wenn sie nicht benutzt werden. Als Faustzahl wurde angegeben, dass die Absenkung der Vorlauftemperatur der Heizung um ein Grad zu rund ein Prozent Einsparung führen könne. Bei der Raumtemperatur gilt: Die Absenkung von einem Grad kann eine Einsparung von durchschnittlich sechs Prozent bringen.

Der Kreis Mettmann wird bei Ökoprofit von der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, die Handwerkskammer Düsseldorf, die Effizienzagentur NRW, die Kreishandwerkerschaft Mettmann, den Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband, den Bundesverband mittelständische Wirtschaft und die DEHOGA sowie die Beratungsunternehmen einsfünf Beratungsgesellschaft mbH und EnviroPro unterstützt. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW fördert das Projekt finanziell.

Unternehmen und Einrichtungen, die sich für Ökoprofit interessieren, erhalten Informationen auf der Homepage des Kreises unter dem Stichwort „Ökoprofit“ oder bei Peter Wobbe-von Twickel von der Stabsstelle Klimaschutz unter peter.wobbevontwickel@kreis-mettmann.de.