
Kreis Mettmann. Beim Antrittsbesuch der SPD-Abgeordneten Kerstin Griese bei der neu gewählten Landrätin Bettina Warnecke (CDU) standen aktuelle Infrastrukturprojekte und die finanzielle Ausstattung der Kommunen im Mittelpunkt. Den Anfang machte ein Blick auf den Lückenschluss der Autobahn A44, für den sich Kerstin Griese seit Jahren engagiert.
Sie betonte, wie wichtig diese Verbindung für Pendlerinnen und Pendler sowie für die Wirtschaft im Niederbergischen ist. Landrätin Warnecke dankte Kerstin Griese ausdrücklich für ihren langjährigen Einsatz. Griese hat inzwischen in Erfahrung gebracht, dass die Ausschreibung für den Weiterbau im März veröffentlicht wird.
Beide Politikerinnen freuen sich, dass die Sanierungsarbeiten an der S-Bahn-Strecke S6 zwischen Ratingen-Hösel und Essen-Kettwig schneller als erwartet fertiggestellt wurden – zur großen Erleichterung vieler Fahrgäste. Allerdings ärgert sich Griese darüber, dass die Bahn zu oft ausfällt oder mit erheblichen Verspätungen fährt.
Der Kreis Mettmann erhält 46 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes. Griese erläuterte, dass andere Bundesländer deutlich größere Teile ihrer Infrastrukturmittel direkt an die Kommunen weiterleiten – teils über 60 Prozent. In Nordrhein-Westfalen hingegen würden von den 21 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen nur rund 47 Prozent unmittelbar an die Kommunen gehen. Warnecke erläuterte im Gespräch bereits erste konkrete Ideen zur Verwendung der Mittel: Die Landrätin bewertet vor allem Investitionen in die Berufskollegs und Förderschulen des Kreises sowie in die Verkehrsinfrastruktur im Kreisgebiet als sinnvoll und prioritär notwendig.
Abschließend betonten beide Politikerinnen die Bedeutung einer starken politischen Mitte und die Notwendigkeit, gemeinsam gegen antidemokratische Kräfte vorzugehen.

