Martin Sträßer bei der Eröffnung. Foto: Büro Sträßer
Martin Sträßer bei der Eröffnung. Foto: Büro Sträßer

Mwttmann/Düsseldorf. Der örtliche Landtagsabgeordnete Martin Sträßer hat die Eröffnung der Ausstellung „Erziehung zur Sozialistischen Persönlichkeit – Schule und Jugend in der DDR“ im Landtag Nordrhein-Westfalen als herausragendes Beispiel gelungener politischer Bildungsarbeit gewürdigt. Die Ausstellung wurde von Oberstufenschülerinnen und -schülern der Handelsschule des Berufskollegs Neandertal in Mettmann mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte entwickelt.


Im Rahmen eines Schulprojekts setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der Lebenswirklichkeit und der Erziehung von Kindern und Jugendlichen in der DDR auseinander. Dazu besuchten sie unter anderem das Schulmuseum, das Stasi-Museum „Runde Ecke“ sowie das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig und führten Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Martin Sträßer betonte: „Das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte verdient höchste Anerkennung. Die Ausstellung ist ein echtes Vorzeigeprojekt politischer Bildung und zeigt eindrucksvoll, wie es gelingen kann, junge Menschen für gesellschaftliches Engagement und unsere Demokratie zu begeistern. Ich freue mich sehr, dass ich nach meinem Besuch am Berufskolleg Neandertal dazu beitragen konnte, diese Ausstellung auch in den Landtag zu holen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Die Ausstellung verdeutlicht, wie stark Schule und Jugendorganisationen das Leben junger Menschen in der DDR prägten und welchen Einfluss der Staat auf ihre Entwicklung nahm. Zugleich wird erfahrbar, welche Bedeutung demokratische Werte und persönliche Freiheit für unser gesellschaftliches Zusammenleben haben – Werte, die in der DDR in dieser Form nicht gegeben waren.

Für die Ausstellung haben die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Gegenstände und Anschauungsmaterialien zusammengetragen, die den Besucherinnen und Besuchern die Erziehungsmethoden sowie den Alltag junger Menschen in der DDR anschaulich näherbringen. Ergänzend werden auf Bildschirmen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gezeigt, die unter dem DDR-Regime aufgewachsen sind und ihre persönlichen Erfahrungen schildern.

„Die Ausstellung führt eindrucksvoll vor Augen, wie wertvoll Freiheit und Demokratie sind – und dass sie keineswegs selbstverständlich sind. Gerade junge Menschen erfahren hier, dass Kinder und Jugendliche in der DDR sich nicht frei entfalten konnten, sondern sich einer staatlich vorgegebenen Ideologie und einem sozialistischen Gesellschaftsbild unterordnen mussten. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass wir heute in einem politischen System leben, das die Entfaltung des Einzelnen ermöglicht und nicht ein Kollektiv über den Einzelnen stellt“, so Martin Sträßer.