Das Evangelische Krankenhaus in Mettmann. Foto: André Volkmann/Archiv
Das Evangelische Krankenhaus in Mettmann. Foto: André Volkmann/Archiv

Mettmann. Monatelange Verhandlungen in der Krankenhausplanung für das Land Nordrhein-Westfalen sind nun am Ende, der Feststellungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf ist im Evangelischen Krankenhaus Mettmann eingegangen und damit ist es offiziell: Das Krankenhaus an der Gartenstraße, dass in diesem Jahr sein Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen feiert, wird weiter wachsen.

„Ich freue mich sehr, dass die unzähligen, langen Arbeitstage und Verhandlungen im Rahmen der Krankenhausplanung für dieses Haus zu einem richtig guten Ergebnis gekommen sind“ freut sich Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido. Sie hat über Monate Konzepte und Strategien entwickelt, um das EVK Mettmann für die Zukunft zu rüsten. „Die Verhandlungen für den Verbleib fast aller bisherigen Leistungen an unserem Haus waren ebenso Bestandteil, wie die Bewerbung um neue Fachabteilungen bei uns. Wir wollen und müssen den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Mettmann, aber auch darüber hinaus, eine sichere, qualitativ bestmögliche medizinische Leistung anbieten – ambulant wie stationär.“

Nach zuletzt mehr als drei herausfordernden Jahren, die insbesondere das Gesundheitswesen an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit und Arbeitskapazität gebracht haben, stehen die Zeichen für das EVK Mettmann jetzt auf Fortschritt und Wachstum.

„Wir werden diesen Standort mit einer Abteilung für Geriatrie, Neurologie und Stroke Unit erweitern. Dazu werden wir einen viergeschossigen Anbau am Bestandsgebäude errichten und sukzessiv unsere Betten auf 320 erhöhen. Die Patienten profitieren von der interdisziplinären Versorgung in der Mitte des Landkreises.

„Insbesondere der Schlaganfall benötigt eine schnelle Diagnostik und Behandlung mit entsprechender medizin-technischer Infrastruktur, um Langzeitschäden zu vermeiden oder zu minimieren. Die Patienten hier ganzheitlich versorgen zu können, steigert die Qualität der medizinischen Versorgung immens“, erläutert Chefarzt Dr. med. Oliver Hofer, Ärztlicher Direktor und Intensivmediziner im EVK. Auch hinsichtlich steigender degenerativer Erkrankungen ist die Neurologie und Geriatrie die Medizin der Zukunft.

„Mit unseren derzeit vier Medizinischen Versorgungszentrumsstandorten (MVZ), einer Kurzzeitpflege, ambulanter Reha, Angeboten zur Prävention und der interdisziplinären Krankenhausversorgung, bieten wir fortan eine umfassend verzahnte Medizin. Und genau das benötigen wir – eine wohnortnahe, interdisziplinäre Grund- und Regelversorgung für eine Gesellschaft, die älter und zunehmend multimorbide wird. Wir leisten das!“ so Llerandi Pulido.

Was so gut klingt, erfordert aber auch in diesem Jahr viel Arbeit. „Wir brauchen weiterhin gute Fachkräfte in Medizin und Pflege“ weiß Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger. Auch wenn das Haus durch die Schließung zweier Krankenhäuser im Kreis Fachkräfte gewinnen konnte, so sind weitere Bewerber willkommen. Wir etablieren neue Abteilungen, steigern die Bettenanzahl – für die Umsetzung müssen wir auch personell wachsen“ so Sandhäger weiter.

Die geriatrische Versorgung ist bereits angelaufen, die neurologische Abteilung soll im Frühjahr starten und die Stroke Unit wird im Zuge der in Kürze beginnenden Bauarbeiten, die im Vorfeld einiges an Planung bedürfen, im Bestandsgebäude im Bereich der Intensivmedizin errichtet.

„Das Jahr 2024 wird arbeitsintensiv, aber die Arbeit lohnt sich, denn sie sichert die Zukunft dieses Krankenhauses und damit einer sehr guten medizinischen Versorgung im Kreis Mettmann“, fasst die Krankenhaus-Geschäftsführerin den Ausblick auf das Jahr zusammen.