"Die tun was": So lautet das Motto des Bürgervereins Metzkausen. Foto: André Volkmann
"Die tun was": So lautet das Motto des Bürgervereins Metzkausen. Foto: Volkmann

Mettmann. Betrug am Telefon hat Hochkonjunktur: Kriminalhauptkommissar Bernd Hildebrand berichtet beim 205. Bürgerstammtisch des Bürgervereins Metzkausen am Dienstag, 5. Juli, wie man Betrugsversuche erkennt, wie man sich vorbereitet und richtig reagiert.

Mit ausgeklügelten Methoden versuchen Banden – getarnt als angebliche Polizisten, Bankmitarbeiter oder Beamte – die Herausgabe von Bargeld oder Schmuck zu erschwindeln.

„Uns kann das nicht passieren“, denken viele, wenn sie von Enkeltrick, WhatApp-Betrug oder Trickdiebstahl an der Haustür hören. Doch die Erfahrung zeigt, dass Betrüger es immer wieder schaffen, auch vorsichtige Personen zu überrumpeln und die Hilfsbereitschaft der Opfer auszunutzen. Wie man sich dagegen wappnet, zeigt Kriminalhauptkommissar Bernd Hildebrand, Leiter Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizei Mettmann, beim Bürgerstammtisch am 5. Juli ab 19.30 Uhr im Ratskeller.

Die Banden spielen mit den Gefühlen ihrer Opfer und setzen sie unter Druck, indem eine Notsituation oder ein bevorstehendes Verbrechen vorgespiegelt wird. Wer die Vorgehensweisen kennt und versteht, warum sie immer noch so gut funktionieren, kann sich gegen solche Betrugsversuche wappnen.

Die Täter sitzen meist im Ausland und rufen mit gefälschten Rufnummern an. Erscheint die Notrufnummer 110 im Display des Telefons, ruft nicht die echte Polizei an. Im Zweifelsfall hilft es, aufzulegen und selbst die 110 zu wählen. Auf keinen Fall sollte man in der Leitung bleiben oder sich verbinden lassen. Es ist sinnvoll, jeden Betrugsversuch bei der Polizei anzuzeigen, weil die Täter oft in einer Region nach Opfern suchen, damit ein Täter die Wertgegenstände abholen kann.

Was sind die neuesten Tricks und Maschen? Wie gehen die Tätergruppen vor? Wie kann man sich und seine Verwandten davor schützen, Opfer zu werden? Was sollte man tun, wenn es trotzdem passiert ist? Das sind Themen für den Bürgerstammtisch, der allen Einwohnern und Mitgliedern offensteht.