Bürgermeister André Bär und Tafelleiter Simon Wilde (r.) haben bei den ersten Arbeiten an der Ötzbachstraße mitgeholfen und den Bautrupp freiwilliger Tafelhelfer unterstützt. Foto: Kreisstadt Mettmann
Bürgermeister André Bär und Tafelleiter Simon Wilde (r.) haben bei den ersten Arbeiten an der Ötzbachstraße mitgeholfen und den Bautrupp freiwilliger Tafelhelfer unterstützt. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Ärmel hochkrempeln und loslegen. Bürgermeister André Bär
hat das Team ehrenamtlicher Helfer der Mettmanner Tafel bei den ersten Arbeiten tatkräftig unterstützt, die für den Umzug der Tafel von Metzkausen in die neuen Räume an der Ötzbachstraße notwendig sind.


In der großen Halle wurde unter anderem der alte, abgenutzte Laminatboden komplett
herausgenommen. Nach intensiver Suche und mit Unterstützung der Stadt war
im Herbst des vergangenen Jahres eine Lösung für eine neue Unterkunft der Tafel gefunden worden: Sie zieht in das Gebäude an der Ötzbachstraße 1 ein.

Die Einrichtung, die gespendete Nahrungsmittel und Hygieneartikel an Menschen mit einem geringen Einkommen verteilt, war viele Jahre im Gebäude der Evangelischen
Kirchengemeinde „Am Hügel“ untergebracht. Diese Räumlichkeiten können aber nicht länger genutzt werden, weshalb eine neue Bleibe gesucht wurde. Die Stadt vermietet die neuen Räume für die Tafel an die Diakonie. Der Mietvertrag wurde im Oktober des
vergangenen Jahres unterzeichnet. „Mit dem Standort an der Ötzbachstraße haben wir eine gute Lösung gefunden“, freute sich Simon Wilde, der Leiter der Tafel, nach der intensiven und langen Suche nach geeigneten Räumen.

„Die Fläche hier ist zwar deutlich kleiner, hat aber den Vorteil, dass sie gut nutzbar ist und eine klare Raumaufteilung ermöglicht“, sagt Andreas Walter, der sich mit Ralf John,
Peter Feuser, Wilhelm Ritz und Michael Rychlik zusammengetan hat, um die Planung und die Vorbereitungen für den Umzug der Tafel zu organisieren. „Michael Rychlik hat
die Pläne mit Unterstützung des Architekten Michael Veermann entworfen. „Es sind einige bauliche Veränderungen nötig, damit die Tafel hier in Betrieb gehen
und gut funktionieren kann“, sagt Rychlik, Ingenieur im Ruhestand. So müssen beispielsweise noch zwei zusätzliche Zugänge in der rund 250 Quadratmeter großen Halle geschaffen werden, damit die Tafelkunden durch eine Eingangstür die Ausgabestelle ansteuern und am Ende der Ausgabe die Halle mit ihren „Einkäufen“ wieder verlassen können.

Die drei Bereiche der Tafel, Ausgabe, Anlieferung und Sortierung/Lagerung lassen sich am neuen Standort gut voneinander trennen. Ein neues Kühlhaus wird in der Mitte
der Halle aufgestellt. Die Ware für die Tafelkunden kann durch ein großes Rolltor angeliefert werden. Um künftig auch Kellerräume als Lager nutzen zu können, gibt es
Überlegungen, einen Lastenaufzug, der jetzt noch hinter einer gemauerten Wand versteckt liegt, freizulegen und für die Tafel nutzbar zu machen. Dafür hat ein Düsseldorfer Aufzugbauer bereits seine Hilfe zugesagt.

Das Berufskolleg Neandertal wird das Bau-Team der Tafel bei den Malerarbeiten unterstützen. Mettmann-Sport, der Bürgerverein Metzkausen, die Schützen und einige
Mettmanner Handwerker haben ebenfalls Hilfe in Aussicht gestellt. „Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will, egal ob er selbst mitanpackt, oder aber mit einer Spende helfen möchte““, sagt Tafelleiter Wilde. „Was hier geleistet wird, ist großartig“, freut sich auch Moritz Klees, Mitglied der Geschäftsleitung der Diakonie, über die große Welle der
Hilfsbereitschaft. Nachdem die ersten vorbereitenden Arbeiten angegangen
wurden, hofft das Bau-Team, fürs weitere Vorgehen schnell grünes Licht aus dem Baudezernat zu bekommen, damit die nächsten Baumaßnahmen in Angriff genommen werden können. „Einige kleinere Dinge müssen wird wir noch mit der
Stadt abstimmen“, sagt Rychlik. Erst wenn die Ausgabe der Tafel am neuen Standort
angelaufen ist, werden auch die Büro- und Sozialräume hergerichtet.

Ob der Umzug wie geplant zum 1. April abgeschlossen sein wird, ist noch offen. Doch die Kirche hat der Diakonie bereits mitgeteilt, dass die Tafel auch über diesen Termin hinaus in den Gemeinderäumen in Metzkausen bleiben kann, bis der Umzug abgeschlossen ist.
Bürgermeister André Bär hat zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass es an der Ötzbachstraße möglichst schnell weitergehen kann.

Unterstützung ist willkommen

Wer die Tafel bei den anstehenden Arbeiten helfen möchte, oder mit einer Geldspende unterstützen möchte, sollte mit Simon Wilde, dem Leiter der Tafel unter Telefon 02104 /145 427 oder per Mail unter s.wilde@diakonie-kreis-mettmann.de Kontakt aufnehmen.