Sich mit den Kindern zu beschäftigen war eine von Mias Aufgaben, nicht aber ihre einzige. Foto: Privat
Sich mit den Kindern zu beschäftigen war eine von Mias Aufgaben, nicht aber ihre einzige. Foto: Privat

Mettmann. Der Montessori-Kindergarten auf der Teichstraße bietet regelmäßig Plätze für den Bundesfreiwilligendienst an. Für die Kita ist das ein Erfolgsmodell.

Die 18-jährige Mia hat gerade ihr freiwilliges soziales Jahr im Mettmanner Montessori-Kindergarten beendet und zieht ein positives Fazit: „Das Jahr hier im Kindergarten hat mir unwahrscheinlich viel gebracht“. Sie ist nicht die erste Freiwillige, die in der Kita an der Teichstraße ihren Dienst absolviert. Schon seit einigen Jahren bietet die Einrichtung jungen Frauen und Männern die Möglichkeit, zivilgesellschaftliches Engagement zu beweisen.

Nicht nur die Engagierten profitieren von dem FSJ, sondern auch die Kita. Das bestätigt Nicole Stegmann, die Leiterin des Kindergartens: „Dieses freiwillige Jahr ist für alle eine Win-Win-Geschichte. Wir als Kindergarten profitieren von der Hilfe und Unterstützung der Jugendlichen, und für die Freiwilligen ist es ein riesiger Kompetenzerwerb.“

Das Jahr biete den jungen Menschen berufliche Orientierung, so Stegemann, sie erlernten Beteiligung und Mitbestimmung und die Persönlichkeitsentwicklung werde gefördert. „Zudem wird das Interesse der Jugendlichen an gesellschaftlichen Zusammenhängen geweckt. Diese Möglichkeit sollte eigentlich jeder junge Mensch für sich nutzen.“

Die Freiwilligen spielen, trösten, schlichten, gestalten das pädagogische Angebot mit, helfen in der Hauswirtschaft und bei Projekten. Sie bekommen einen Einblick in die kindliche Entwicklung und wie diese unterstützt werden kann. Gemeinsames Singen, Vorlesen, Basteln, Malen und Bewegen gehören zu den täglichen Aufgaben. Dienst nach Vorschrift machen die Freiwilligen allerdings nicht: In zusätzlichen Bildungsseminaren können sie ihre Praxiserlebnisse reflektieren und soziale-, interkulturelle- und politische Bildung erfahren.

Die 18-jährige Mia berichtet Positives über ihren Freiwilligendienst: „Es hat eine unglaubliche persönliche Entwicklung bei mir ausgelöst und war eine tolle Erfahrung“, meint Mia. Man werde erwachsener und reifer durch die Verantwortung, die einem übertragen wird. Ihr schönstes Erlebnis? „Die Entwicklung der Kinder zu begleiten“, so die 18-Jährige, die auch anderen das FSJ ans Herz legt.

Mit dem Ende des Freiwilligendienstes von Mia kann ein neues FSJ beginnen – insbesondere, weil sich durch die Coronavirus-Pandemie der Beginn der Ausbildung oder des Studiums bei dem ein oder anderen verschoben haben könnte. Der Montessori-Kindergarten freut sich über jeden jungen Menschen, der sich meldet, so der Aufruf von Leiterin Nicole Stegemann.

Informationen gibt es unter www.montessori-kiga.de.