So sah die Klinik im Jahr 1968 aus. Foto: EVK
So sah die Klinik im Jahr 1968 aus. Foto: EVK

Mettmann. Das Evangelische Krankenhaus Mettmann feiert in diesem Jahr sein Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen.

Heute gibt es längst keine Zeitzeugen mehr vom Beginn dieser Erfolgsgeschichte, dennoch lohnt der Blick zurück auf das, was dokumentiert ist. Er macht eindrucksvoll deutlich, wie der Bau eines relativ kleinen Pflegehauses im Jahr 1874 der Grundstock für das war, was das Evangelische Krankenhaus Mettmann heute ist – nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein interdisziplinäres Gesundheitszentrum mit starken Kooperationspartner in Medizin und Pflege – ambulant und stationär. Darüber hinaus ist das Krankenhaus einer der größten Arbeitgeber in der Region und bietet auch in Zeiten des Strukturwandels im Gesundheitssektor sichere Arbeitsplätze.

Auf dem Krankenhausgelände, auf dem 1874 das erste Pflegehaus mit 12 Betten für Erwachsene und zwei Betten für Kinder seinen Platz Platz hatte, finden wir heute ein das Krankenhaus der Akut- und Regelversorgung mit 245 Betten. Noch, denn die Bettenzahl wird in absehbarer Zeit dank eines Anbaus auf 320 erweitert werden. Ein 1923 geschaffenes Entbindungszimmer, wurde längst durch einen modernen Kreißsaalbereich abgelöst, in dem Jahr für Jahr mehr als 500 Kinder das Licht der Welt erblicken.

Im Jahr 1935 stellte das Krankenhaus erstmal eine dreistellige Bettenzahl zur Verfügung. Patienten der Unfallchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Inneren Medizin und HNO konnten dort stationär versorgt werden. Der nächste große Wachstumssprung gelang dann 1968, als ein Neubau mit 222 Betten das bis dato genutzte Haus ablöste. Zehn Jahre später wurde die die erste Intensivstation im EVK Mettmann etabliert. Jahr für Jahr erweiterte sich das Leistungsspektrum und die Kapazität des Mettmanner Krankenhauses.

Heute werden jährlich mehr als 30.000 Patienten ambulant und stationär in 12 bzw. ab April 13 Fachabteilungen behandelt und betreut. Knapp 800 Mitarbeitende kümmern sich in unterschiedlichen Abeitszeitmodellen um die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung. Mit dem Wachstum erfolgte eine kontinuierliche Anpassung hinsichtlich des Komforts, aber auch einer angenehmen Atmosphäre. Die beiden Komfortstationen, das helle Foyer oder auch das Restaurant im EVK Mettmann sind nur Beispiele für die Modernisierung des EVK Mettmann.

Seit 1990 ist das Krankenhaus in seiner Rechtsform eine GmbH, die Evangelische Kirche Mettmann ist Gesellschafter. Es folgten auch in allen weiteren Jahren Investitionen, innovative Weiterentwicklungen, neue Bauabschnitte und damit verbunden das Wachstum des Standortes.

Einer der letzten Meilensteine war der umfangreiche Neu- und Erweiterungsbau, der 2013 fertiggestellt wurde. Heute ist das Krankenhaus auch Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen und der Privatuniversität UMCH am Standort Hamburg und geht aus der Krankenhausreform NRW wieder mit einem Schlagwort hervor: Wachstum. Die Geriatrie wurde etabliert und die Abteilung für Neurologie mit angegliederter Stroke-Unit nimmt ihre Arbeit in naher Zukunft auf.

Anlässlich des Jubiläums wird es am EVK Mettmann entsprechende Banner, Fahnen und einen Flyer mit der Krankenhausgeschichte in Form einer Timeline geben. Im Flyer lassen sich die wichtigsten Stationen der 150 Jahre noch einmal nachlesen.