Eine junge Frau fühlt sich krank. Foto: pixabay
Eine junge Frau fühlt sich krank. Foto: pixabay

Mettmann. Krank am Wochenende oder starke Schmerzen am Abend; die Hausarztpraxis geschlossen? In vielen Situationen fühlen sich Beschwerden akut an, sind medizinisch jedoch kein Notfall. Genau dafür gibt es die 116 117. Darüber informiert die Feuerwehr Mettmann.


Unter dieser Nummer erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Medizinisch geschultes Personal nimmt Ihr Anliegen auf und stellt gezielte Fragen zu Ihren Beschwerden. Auf dieser Grundlage wird entschieden, welche Hilfe jetzt sinnvoll ist:
eine telefonische Beratung, ein Termin in einer geöffneten Bereitschaftspraxis in Ihrer Nähe, ein Hausbesuch – oder die Empfehlung für eine weiterführende Behandlung.

Ziel ist es, Ihnen schnell und unkompliziert die passende Versorgung zu ermöglichen, ohne unnötige Wartezeiten in der Notaufnahme.

Typische Fälle für die 116 117 sind laut Feuerwehr Mettmann zum Beispiel Fieber oder Infekte am Wochenende, Ohrenschmerzen bei Kindern, Magen-Darm-Beschwerden oder Rückenschmerzen oder akute Schmerzen ohne Unfall.

Bei Lebensgefahr soll man immer die 112 wählen, so Mettmanns Retter: Das gelte unter anderem bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Brustschmerzen oder Schlaganfall-Symptomen sowie Unfällen.

Rettungsdienst und Notaufnahmen arbeiten täglich unter hoher Belastung. Wird die 112 bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden gewählt, müssen Einsatzfahrzeuge ausrücken und Personal gebunden werden – obwohl eine ambulante Versorgung ausgereicht hätte. Im schlimmsten Fall verzögert sich dadurch Hilfe bei einem echten Notfall.

Die bewusste Nutzung der 116 117 hilft somit letztlich dabei, Einsatzkräfte für echte Notfälle freizuhalten oder Notaufnahmen zu entlasten.