Das Café Einblick auf der Freiheitstraße in der Mettmanner Innenstadt. Archivfoto: André Volkmann
Das Café Einblick auf der Freiheitstraße in der Mettmanner Innenstadt. Archivfoto: André Volkmann

Mettmann. Die Reihe “Kultur im Treppenhaus” geht am Freitag, 26. Juni, um 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Freiheitstraße 19a, weiter. Diesmal wird es literarisch.


Diesmal wird zu einer Lesung mit dem Krimiautor Jost Baum eingeladen. Vor Monaten kam es zu einer ersten Begegnung mit dem interessanten Romanschreiber im „Sonntagscafe“ des Gemeindehauses. Im Gespräch bei einer Tasse Kaffee stellte sich heraus, dass der Gast aus Wuppertal 1954 in Mettmann geboren wurde und bis zum Beginn seines Studiums der Sozialwissenschaft und Technik, auch hier zu Hause war.

Die Studienjahre haben ihn bis nach Frankreich gebracht. Beruflich reichte sein Spektrum vom Lehrer in der Erwachsenenbildung über die Veröffentlichung von naturwissenschaftlichen Sachbüchern bis zum Kunstvermittler bei den Urbanen Künsten Ruhr. Daneben entstanden Kriminalromane mit so eigenwilligen Figuren wie dem ermittelnden Lokalreporter „Eddie Jablonski“ oder dem pensionierten „Kommissar Markowitz“.

Sein Debüt gab Jost Baum 1989 mit dem Krimi „Computer weinen nicht“.

Interessant wird es bei der zu erwartenden Lesung, denn die „Geständnisse im Morgengrauen“ bringen nicht nur den in den 70ern aus der miefigen Kleinstadt nach Berlin verschwundenen Markowitz nach 50 Jahren in die Provinz zurück. Wer erinnert sich nicht an die Enge einer Kleinstadt in jener Zeit. Warum kehrt man nach so langer Zeit zurück. Was ist aus denen geworden, die nie fort waren? Ist es vielleicht kein Zufall, dass Jost Baum seinen Roman in Mettmann persönlich vorstellt?

Der Eintritt ist frei – gleichzeitg wird natürlich um eine Spende gebeten.