Mettmanner Opfer des Nationalsozialismus: An diesem Mahnmal organisiert das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage jedes Jahr Gedenkfeiern. Foto: André Volkmann
Mettmanner Opfer des Nationalsozialismus: An diesem Mahnmal organisiert das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage jedes Jahr Gedenkfeiern. Foto: André Volkmann

Mettmann. Am Montag, 9. November, erinnert das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage
gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums und
Bürgerinnen und Bürgern an die Mettmanner Opfer des Nationalsozialismus.


Anlass ist der Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, die den Übergang von der
systematischen Ausgrenzung zur offenen Gewalt gegen jüdische Menschen im nationalsozialistischen Deutschland markierten.

Bereits um 17:30 Uhr sind Interessierte eingeladen, sich an einem der vier Gedenkwege
entlang der Stolpersteine zu beteiligen und dort Kerzen und Blumen niederzulegen. Die
insgesamt 24 Stolpersteine erinnern an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt,
entrechtet und ermordet wurden. Wer sich einem solchen Gedenkweg anschließen
möchte, kann einen Treffpunkt in der Nähe des eigenen Wohnortes auswählen.

Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt um 18 Uhr am Mahnmal an der Evangelischen
Kirche, Freiheitstraße 19, in Mettmann. Das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage gibt
gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums den
Impuls, die Erinnerung an die Novemberpogrome vom 9. November 1938 wachzuhalten
und die Lebenswege der verfolgten und ermordeten Mettmanner Jüdinnen und Juden
bewusst in das heutige Stadtgedächtnis einzuschreiben. Hierzu wird es einen
Redebeitrag geben, anschließend werden Blumen und Kerzen niedergelegt.

Das Gedenken versteht sich zugleich als Auftrag für die Gegenwart: Die Erinnerung an
die Verbrechen des Nationalsozialismus mahnt, Ausgrenzung, Antisemitismus,
Rassismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Sie fordert dazu
auf, Verantwortung für ein respektvolles und demokratisches Zusammenleben zu
übernehmen.

Das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage lädt alle Mettmannerinnen und Mettmanner ein, sich an den Erinnerungswegen zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für Menschlichkeit, Demokratie und Zivilcourage zu setzen.