Ein Verteilerkasten mit Glasfaserleitungen. Foto: Volkmann
Ein Verteilerkasten mit Glasfaserleitungen. Foto: Volkmann

Mettmann. Nachdem die Innenstadt und die Gewerbegebiete größtenteils mit Glasfaser versorgt sind, ist der Ausbau des Netzes in den Außenbereichen ins Stocken geraten.

Denn die Mittel, die der Bund für die Glasfaser-Versorgung in ländlichen Bereichen zur Verfügung gestellt hat, sind ausgeschöpft. Für die Außenbereiche einer Stadt wurde eine sogenannte „Grüne-Flecken-Förderung“ des Bundesministeriums für
Digitales und Verkehr (BMDV) bereitgestellt, damit Häuser und Höfe außerhalb der aktuellen Ausbaugebiete im Stadtkern zu lediglich 20 Prozent der anfallenden Kosten an das Glasfasernetz angeschlossen werden können. Dafür musste die Stadt ein Beratungsunternehmen hinzuziehen.

Diese Beratung wurde zu 100 Prozent vom BMDV gefördert. Der Auftrag für die Beratungsleistung wurde am 12. Dezember des vergangenen Jahres erteilt. In den folgenden Wochen wurden Anfragen an Telekommunikationsunternehmen gestellt und Gespräche geführt. Die Recherchen zum Glasfaserausbau sind so weit
vorangeschritten, dass die Phase zur Angebotsabgabe für den Ausbau eröffnet werden könnte. Der Förderantrag für die 80-prozentige Kostenübernahme hätte im März 2024 erfolgen sollen.

Das ist aber nicht möglich, weil der Projektträger der Stadt mitgeteilt hat, dass der Fördertopf des Bundes nahezu leer ist. Im nächsten Aufruf zur Gigabitförderung 2.0 werden erst einmal Förderanträge der Städte berücksichtigt, dessen letzter Fördermittelantrag abgelehnt worden war.

Ob und wann Mettmann einen Förderantrag stellen kann, ist zurzeit noch ungewiss. Laut dem städtischen Beratungsunternehmen könnte dies im Herbst 2024 möglich sein. Die Stadt ist jedenfalls bereit, Angebote für den weiteren Glasfaserausbau einzuholen und anschließend den Antrag auf Fördermittel zu stellen, sobald der Fördertopf wieder gefüllt ist.