
Mettmann. Ihr Ziel hat Maren Welsing fest im Blick: „Behinderung in Mettmann sichtbar machen!“ Denn noch immer laufe Inklusion häufig abseits des Radars und gesellschaftlicher Debatten. Die Wahl-Mettmannerin ist die neue städtische Behindertenbeauftragte, legitimiert durch den Ausschuss für Soziales, Ehrenamt und Sport.
Welsings Aufgabe für die Menschen mit Behinderung ist ein Ehrenamt. Sie übt es in allererster Linie freiwillig aus, um Menschen in Mettmann zu helfen und bestehende
Verhältnisse zu verbessern. Beruflich ist sie aber ebenfalls seit 2005 in der Eingliederungshilfe tätig. Zunächst einmal gelte es herauszufinden, „was wir haben“,
unterstreicht die Ehrenamtlerin, die auch sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss ist. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: hier möchte Welsing einen Schwerpunkt
ihrer Arbeit setzen – somit auch bei Spielplätzen. In puncto Senioren – so ihre bisherigen Erkenntnisse – sei Mettmann nicht zuletzt dank ihrer Vorgängerin Mabel Stickley bereits
sehr gut aufgestellt „Wir sind sehr froh, dass wir Maren haben und sie ihre Aufgabe so enthusiastisch angeht“, sagt Anja Karp, Leiterin des Sozialamtes. Denn zu einem Ehrenamt gehöre immer auch mindestens eine Prise Leidenschaft für das, was man
tut. Und an dieser lässt Welsing keine Zweifel, jeder Satz versprüht Enthusiasmus für ihre Aufgabe.
Dass sie als „Behindertenbeauftragte“ betitelt wird, damit hat sich Welsing begnügt – wenngleich der Begriff eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist. Für das Gros der Gesellschaft sei er dennoch am verständlichsten. Schöner und passender fände sie „Inklusionsbegleiterin“, denn schließlich „begleite ich nur“, sagt sie bescheiden.
Wer Mettmanns neue Inklusionsbegleiterin kontaktieren möchte, erreicht sie unter bebeme@gnislew.de oder Telefon 0160 – 344 0244.

