Mettmann. Bürgermeisterin Sandra Pietschmann hat Bodo Nowodoworski, dem Vorsitzenden des Bürgerbusvereins, den Heimatpreis 2023 überreicht.

Von den mehr als 800 Bürgerinnen und Bürger, die bei der Wahl zum diesjährigen Heimatpreis ihre Stimme abgegeben hatten, hatte eine deutliche Mehrheit für den Verein votiert. „Sie haben einen richtig großen Mehrwert für die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gebracht. Ihr Verein ist ein überragendes Beispiel für das gesellschaftliches Miteinander in unserer Stadt. Deshalb haben Sie den Preis mehr als
verdient“, sagte Bürgermeisterin Pietschmann den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern, die zur Preisverleihung ins Rathaus gekommen waren und wünschte ihnen weiterhin
allzeit eine gute und sichere Fahrt.

Anfang des Jahres hatte der Bürgerbusverein den Dienstbetrieb aufgenommen. „Der Bus wird gut angenommen“, berichtete Vorsitzender Nowodworski. Während im ersten Monat 300 Fahrgäste gezählt wurden, sind es inzwischen 1.000, die monatlich mit dem Bürgerbus fahren.

„Wir sind sehr dankbar und glücklich, dass wir als Preisträger auserkoren wurden“, erklärte der Vorsitzende. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro könne der Verein sehr gut gebrauchen. Denn der Bürgerbus musste bereits zweimal in die Werkstatt, weil es mit der Abgasrückführung Probleme gab. „Deshalb mussten wir Busse von anderen Vereinen mieten, um den Fahrbetrieb aufrechterhalten zu können.

Zwar werden die Reparaturkosten vom Hersteller im Rahmen der Gewährleistung übernommen, doch die Miete der Busse müssen wir zahlen“, erklärte Nowodworski. Mittlerweile wurde für die Abgasrückführung ein neues Teil aus der Berliner Entwicklungsabteilung von Mercedes eingebaut. Nowodworski: „Damit ist das Problem jetzt hoffentlich endgültig behoben.“

Der Bürgerbus ist ein öffentliches Verkehrsmittel, das alle Bürgerinnen und Bürgern nutzen können. Der Bus fährt nach Fahrplan auf einem mit der Rheinbahn abgestimmten Linienweg. Er ist hauptsächlich dort unterwegs, wo die Linienbusse der Rheinbahn nicht herfahren. Der Verein hat 110 Mitglieder, darunter 43 Fahrer und drei Fahrerinnen.

Der Heimatpreis wird vom Land NRW finanziert, das damit in Kreisen, Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens herausragendes Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Neben der Wertschätzung für die geleistete Arbeit verbindet sich damit auch die Chance, vor Ort über das Thema „Heimat“ zu diskutieren, denn Heimat ist vielfältig.

Mit dem Preis wurden bisher die Kulturvilla (2019), das Weltspiegel-Kino (2020), der Verein Fest-Komitee-Karneval (2021) und das Tambour- und Fanfarencorps der St.
Sebastianus Schützenbruderschaft (2022) ausgezeichnet.