Das Naturfreibad in Mettmann. Foto: Kreisstadt Mettmann
Das Naturfreibad in Mettmann. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Die vergangenen zwei Wochen haben Mettmann eine extreme Hitzeperiode beschert. Während Tausende Bürgerinnen und Bürger Abkühlung in den städtischen Bädern suchten, bedeutete das Tropenwetter für das Bäderteam absolute Höchstleistung unter extremen Bedingungen.


Insgesamt 16.321 Gäste besuchten in diesem Zeitraum die Anlagen. Dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten kam es zu keinen größeren Zwischenfällen oder Unfällen. Viele Badegäste wünschten sich an den heißen Tagen spontan verlängerte Öffnungszeiten. Ein Blick hinter die Kulissen verdeutlicht jedoch, warum dies logistisch und personell nicht umsetzbar war, denn ein Badetag beginnt und endet längst nicht mit den offiziellen Öffnungszeiten.

Besonders der Betrieb des Naturfreibades mit seiner biologischen Wasseraufbereitung erforderte aufgrund der enormen Wärmeentwicklung höchste Präzision und einen
massiv intensivierten Pflegeaufwand. Bis zu fünf Stunden vor der eigentlichen Öffnung stand das Team bereits am Beckenrand, um die biologische Filterung zu pflegen und eine
lückenlose Betreibersicherheit sowie hervorragende Wasserqualität zu garantieren. Auch nach dem Ende des Badebetriebs ging die Arbeit weiter: Nachdem der letzte Gast
das Bad verlassen hatte, fielen täglich noch einmal 1,5 bis 2,5 Stunden für Reinigungs- und Aufräumarbeiten an.

Erschwerend kam hinzu, dass in der ersten Woche der Hitzeperiode das Hallenbad komplett parallel betrieben wurde. Hierbei konnte sogar die Vereinsmeisterschaft von ME-Sport erfolgreich durchgeführt werden. In der zweiten Woche musste der Hallenbadbetrieb zwar den Bedingungen angepasst werden, dennoch gelang es dem Team, das gesamte Schulschwimmen als kommunale Pflichtaufgabe sowie drei wichtige Kurstage vollumfänglich abzusichern.

Mehr als 200 Überstunden und starke Unterstützung durch die DLRG

Dieser Spagat zwischen zwei Bädern, extremen Reinigungszyklen und der Bewältigung des
Besucheransturms war nur durch den außergewöhnlichen, persönlichen Einsatz des Teams machbar. Das gesamte Bäderteam leistete in diesen zwei Wochen mehr als 200
Überstunden, verzichtete regelmäßig auf freie Tage und fing zu allem Überfluss auch noch einen personellen Ausfall über den gesamten Zeitraum intern auf. Unterstützt wurden die städtischen Mitarbeitenden dabei großartig von der DLRG-Ortsgruppe Mettmann. Die
ehrenamtlichen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer leisteten stolze 90 Stunden Wachdienst am Beckenrand und sicherten so den Betrieb entscheidend
mit ab. Um die empfindliche biologische Wasseraufbereitung des Naturfreibades vor dem Kippen zu schützen und eine drohende, komplette Schließung des Bades zu verhindern,
mussten zwischenzeitlich Einlassstopps verhängt werden. Neue Badegäste konnten das Gelände zeitweise erst betreten, wenn andere Besucher das Bad verlassen hatten.
Das Bäderteam bedankt sich ausdrücklich bei allen Gästen für das entgegengebrachte Verständnis und die Geduld an den Kassen.

„Was unser Team und die Ehrenamtlichen der DLRG in den vergangenen 14 Tagen geleistet haben, ist phänomenal“, sagen Frank Fitsch, der Leiter der Bäder, und sein
Stellvertreter Joscha Bastigkeit. „Trotz der extremen Hitze, der Doppelbelastung durch den Parallelbetrieb und des personellen Engpasses wurde Hand in Hand gearbeitet – oft
bis spät in den Abend und früh in den Morgenstunden. Dieses Engagement für die Bürgerinnen und Bürger verdient höchsten Respekt und ein riesiges Dankeschön“, so Fitsch
und Bastigkeit.

Ein Blitzeinschlag hat die Telefonanlage im Naturfreibad zerstört. Deswegen ist das Bad vorerst telefonisch nicht erreichbar.