Stadtkonservatorin Yasmin Renges (l.) und Bürgermeisterin Sandra Pietschmann (Mitte) haben Eigentümern von Denkmälern Urkunden und Denkmalplaketten überreicht. Foto: Kreisstadt Mettmann
Stadtkonservatorin Yasmin Renges (l.) und Bürgermeisterin Sandra Pietschmann (Mitte) haben Eigentümern von Denkmälern Urkunden und Denkmalplaketten überreicht. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. In der Goldberger Mühle, einem der ältesten Denkmäler in der Stadt, haben Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und Stadtkonservatorin Yasmin Renges an die ersten Denkmal-Besitzer Urkunden und Denkmal-Plaketten verliehen.

„Wir haben in unserer Stadt rund 130 Denkmäler. Sie sind heute die ersten, denen wir eine Plakette überreichen“, so Yasmin Renges. Nach einer Novellierung des Denkmalschutzgesetzes sind Eigentümer von Denkmälern verpflichtet, an ihrem Objekt gut
sichtbar eine Plakette anzubringen. „Damit werden Ihre Häuser besser geschützt“, erklärte Renges, „denn ein Denkmal genießt auch einen Umgebungsschutz.“

Das bedeutet, dass bauliche Veränderungen, die in unmittelbarer Nachbarschaft eines Denkmals geplant sind, so ausgeführt werden müssen, dass sie das Denkmal nicht beeinträchtigen. „Die Plakette ist aber auch eine schöne Würdigung dafür, dass Sie ihr denkmalgeschütztes Haus erhalten und pflegen und für die Nachwelt erhalten“, sagte Bürgermeisterin Sandra Pietschmann.

In einem Vortrag erklärte die Stadtkonservatorin, dass sie allen Eigentümern von Denkmälern jederzeit bei denkmalrechtlichen Verfahren zur Seite steht. Sie hilft
beispielsweise, wenn Eigentümer für Baumaßnahmen Fördermittel beantragen möchten. In ihren Ausführungen räumte sie aber auch mit Gerüchten auf, die zum Thema Denkmalschutz immer wieder zu hören sind. Es stimme beispielsweise nicht, dass ein Denkmal, wenn es unter Schutz gestellt ist, nicht mehr verändert oder umgenutzt werden
darf, oder dass denkmalgeschützte Gebäude sich nicht energetisch sanieren lassen.

“Es ist sogar möglich, Solaranlagen auf nicht einsehbare Dachflächen eines Denkmals zu setzen. Das habe ich schon ein paar Mal genehmigt“, erklärte sie. Der Vorschlag der Stadtkonservatorin, dass sich die Denkmaleigentümer untereinander vernetzen, um sich
austauschen zu können, stieß auf große Zustimmung. Die Stadt wird nun im Laufe des Jahres nach und nach weitere Urkunden und Plaketten an die nächsten Eigentümer von
Denkmälern überreichen.