Der "Integral" auf der Strecke. Foto: Regiobahn
Der "Integral" auf der Strecke. Foto: Regiobahn

Mettmann. Die Regiobahn sichert die langfristige Einsatzfähigkeit ihrer Integral-Flotte durch die gezielte Nutzung vorhandener Ersatzteile. Im Zuge einer nachhaltigen Flottenkonsolidierung wurden am vergangenen Sonntag zwei für die Ersatzteilgewinnung vorgesehene Fahrzeuge zu einem auf die Verwertung von Schienenfahrzeugen spezialisierten Unternehmen transportiert.


Zuvor wurden zahlreiche wiederverwendbare Komponenten unter Berücksichtigung strenger Sicherheitsvorgaben für die Weiterverwendung ausgebaut, die künftig bei der Instandhaltung und Ertüchtigung der verbliebenen Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
Die ursprünglich 17 Fahrzeuge umfassende Integral-Flotte prägt seit einigen Jahren das Bild der Regiobahn. Um die weiterhin einsatzfähigen Fahrzeuge langfristig betriebsfähig zu halten, verfolgt das Unternehmen eine Strategie der gezielten Ersatzteilgewinnung aus Fahrzeugen, die nicht mehr wirtschaftlich instandgesetzt werden können. So wurde der Triebwagen VT 117 seinerzeit gar nicht erst von Bayern nach Mettmann überführt, sondern verblieb direkt in Lenggries als Ersatzteilspender. Bereits Anfang des Jahres 2026 wurde zudem das Fahrzeug VT 116 verwertet. Nun folgten die Fahrzeuge VT 109 und VT 112.

“Dies ist ein weiterer Schritt, die Fahrzeugflotte gesund zu schrumpfen und wertvolle
Abstellfläche sowie strategische Ersatzteile freizugeben”, sagt Götz Nink, Geschäftsführer der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH. “Ein weiteres Fahrzeug wird dieses Jahr noch
verwertet, womit die Kernflotte dann 12 Fahrzeuge umfasst, die noch einige Jahre nach der
Elektrifizierung Diesellinien in NRW unterstützen können.”

Mit der Elektrifizierung der S28 und der Betriebsaufnahme der neuen FLIRT 3XL-Fahrzeuge im Sommer 2027 endet der Einsatz der Integral-Triebwagen auf ihrer bisherigen Stammstrecke. Die frei werdenden Kapazitäten eröffnen zugleich neue Perspektiven für die verbliebene Flotte.

Die Regiobahn befinde sich derzeit in einer Phase der Betriebsstabilisierung und Weiterentwicklung, teilt das Unternehmen mit. „Wachstum und die Erschließung neuer Möglichkeiten den SPNV regional zu unterstützen sowie die fortlaufende Anpassung des Unternehmens an zukünftige Anforderungen prägen diesen Wandel.“