Sebastian Thews ist seit dem 1. April neuer Amtsleiter für Brandschutz und Rettungswesen. Foto: Kreisstadt Mettmann
Sebastian Thews ist seit dem 1. April neuer Amtsleiter für Brandschutz und Rettungswesen. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Sebastian Thews (36) ist ein Mann aus den eigenen Reihen: Der neue Amtsleiter für Brandschutz und Rettungswesen blickt auf eine lange Laufbahn bei der Mettmanner Feuerwehr zurück. Vor 17 Jahren begann er dort seine Ausbildung zum Rettungsassistenten und absolvierte im Anschluss die Ausbildung zum Brandmeister. Seit 2009 engagiert er sich zudem in der Freiwilligen Feuerwehr Mettmann.


2015 folgte die Qualifikation zum Notfallsanitäter, zwei Jahre später der Gruppenführerlehrgang am Institut der Feuerwehr NRW in Münster. Ebenfalls am Institut in Münster schloss Thews 2020 den Aufstiegslehrgang für den gehobenen
feuerwehrtechnischen Dienst als Lehrgangsbester ab. Nach seiner Rückkehr übernahm er die Leitung der Abteilung Rettungsdienst und Hygiene. Anfang 2025 wurde er zum
stellvertretenden Amtsleiter ernannt. Nachdem die Stelle der Amtsleitung im vergangenen Jahr vakant geworden war, führte Thews den Bereich bereits kommissarisch. Seit dem 1.
April ist er der neue Amtsleiter für Brandschutz und Rettungswesen.

„Von daher ändert sich jetzt eigentlich gar nicht so viel für mich“, sagt Thews mit einem Schmunzeln in seinem neuen Büro auf der Hauptwache Laubacher Straße. Mit der
offiziellen Ernennung entfällt auch ein geplanter Standortwechsel zur Feuer- und Rettungswache Willettstraße. Thews: „Die Leitung der Abteilung Rettungsdienst muss jetzt ausgeschrieben werden.“

Dass Thews den Feuerwehrberuf ergreifen würde, zeichnete sich früh ab: Sein Vater war bei der Werkfeuerwehr Henkel und weckte sein Interesse für den Beruf. Bereits mit zehn
Jahren trat Thews in Langenfeld in die Jugendfeuerwehr ein. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik – ein
bewusster Zwischenschritt auf dem Weg zur Feuerwehr.

Thews: „Ich wollte immer zur Feuerwehr.“ Mettmann ist für ihn längst mehr als ein Arbeitsort: Seit 2009 lebt er hier mit seiner Frau und drei Kindern. In seiner neuen Funktion richtet Thews den Blick nach vorn. Zu seinen zentralen Aufgaben zählt er die Umsetzung des Brandschutz- und des Rettungsdienstbedarfsplans sowie die
Besetzung offener Stellen. Insbesondere im Rettungsdienst besteht ein hoher Personalbedarf. Thews: „Der Wettbewerb um qualifizierte Bewerber ist groß.“

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Weiterentwicklung des Gebäudekonzepts der Feuerwehr sein, insbesondere die Überplanung der Hauptwache an der Laubacher Straße.
Moderne Ausstattung und zeitgemäße Arbeitsbedingungen seien entscheidend – sowohl für hauptamtliche als auch für ehrenamtliche Kräfte.

Großen Wert legt Thews auf eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. „Ohne das Ehrenamt können und wollen wir nicht auskommen“, sagt er.
Ziel sei es, die ehrenamtlichen Strukturen weiter zu stärken und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe fortzuführen. Derzeit sind bei der Feuerwehr 108 Frauen und Männer im
Brandschutz und Rettungsdienst hauptberuflich beschäftigt. Die Zahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute liegt mit allen Abteilungen bei 220 Mitgliedern.

Die freie Stelle der Wehrleitung soll bis zum Sommer wiederbesetzt sein. Hierzu befindet sich Thews bereits im Austausch mit den beiden stellvertretenden Wehrleitern
David Herresbach und Christian Tetard. Auch privat ist Thews gerne aktiv: In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit mit seiner Familie an der frischen Luft. Im Sommer ist er gerne auf dem Fahrrad und im Winter auf Skiern unterwegs. Das Motorradfahren hat der dreifache Familienvater vorerst aufgegeben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens war Thews am 24. März auch offiziell vom Rat zum Leiter des Amtes für Brandschutz und
Rettungswesen bestellt worden. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr waren in die Sitzung gekommen, um die Entscheidung mit stehenden Ovationen
zu würdigen – ein eindrucksvoller Beweis für das große Ansehen, das Thews in der Wehr genießt.