IHK-Geschäftsführer Gregor Berghausen. Foto: IHK Düsseldorf
IHK-Geschäftsführer Gregor Berghausen. Foto: IHK Düsseldorf

Düsseldorf. Die IHK Düsseldorf kritisiert die kurzfristige Ankündigung der Vollsperrung der Friedrichstraße zwischen Herzogstraße und Luisenstraße vom 27. Juli bis 1. September.


Bei allem Verständnis für die bauzeitlichen Abläufe zugunsten einer zügigen Fertigstellung der Friedrichstraße, bedeutet die Maßnahme für die Gewerbetreibenden vor Ort eine weitere erhebliche Belastung nach Jahren intensiver Einschränkungen durch die laufenden Bauarbeiten. Aus Sicht der IHK wäre eine frühzeitige, transparente und verlässliche Kommunikation notwendig gewesen, damit sich die betroffenen Betriebe angemessen auf die Sperrung vorbereiten können.

Die Friedrichstraße ist ein Geschäftsstandort mit zahlreichen Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben. Eine Vollsperrung wirkt sich unmittelbar auf die Erreichbarkeit, Lieferverkehre und Kundenfrequenz aus. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sind verlässliche Rahmenbedingungen und eine rechtzeitige Information entscheidend, damit Unternehmen ihre Betriebsabläufe anpassen, Kundinnen und Kunden informieren sowie notwendige logistische Maßnahmen organisieren können.

„Besonders kritisch sehen wir die äußerst kurzfristige Kommunikation. Die Betriebe benötigen ausreichend Vorlauf, um Kundinnen und Kunden zu informieren, Lieferungen und Betriebsabläufe anzupassen sowie ihre Erreichbarkeit zu kommunizieren. Nach den langjährigen Belastungen wäre eine frühzeitige, transparente und verlässliche Information erforderlich gewesen.“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

Die Wirtschaft erwartet von der Stadt ein belastbares Erreichbarkeits- und Logistikkonzept. Dazu gehören klar geregelte Liefermöglichkeiten, verlässliche Zugänge zu den Betrieben, eine gut sichtbare Beschilderung sowie verständliche Informationen zu Umleitungen und alternativen Wegen. Nach den langjährigen Belastungen braucht es eine enge, kontinuierliche Abstimmung mit der betroffenen Wirtschaft und eine konsequente Umsetzung aller Maßnahmen, die die Auswirkungen der Sperrung begrenzen können.