Die Baustraße ist bereits gelegt. Foto: BRW
Die Baustraße ist bereits gelegt. Foto: BRW

Düsseldorf. Später als geplant, sind die Bauarbeiten am ersten von sechs Teilabschnitten zwischen der Eisenbahnlinie und Heltorfer Schlossallee gestartet.


Vor Kurzem hat der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) mit der Baustelleneinrichtung für den mehr als einen Kilometer langen Teilabschnitt 6 begonnen. Die Baustraße ist fertig und eine Behelfsbrücke steht bereits, damit die Baufahrzeuge und Gerätschaften das Baufeld erreichen können.

Das alte Bachbett wird verlegt und gleichzeitig verbreitert, dafür sind umfangreiche Erdarbeiten nötig. In großen Bögen und mit unterschiedlichen Wassertiefen bietet das neue Bachbett viele Vorteile für Kleinstlebewesen und Fische. Zusätzlich ergibt sich aus dem veränderten Bachprofil, dass mehr Retentionsraum entsteht. Bei starken Niederschlägen führt das dazu, dass die Anger nicht unkontrolliert über die Ufer tritt, sondern den dafür angelegten Rückhalteraum als „Puffer“ nutzt. Eine Brücke, die sich im Teilabschnitte 6 befindet, muss erneuert werden. Die Brücke Heltorfer Schlossallee über die Anger bleibt jedoch unverändert erhalten.

Da die Anger in diesem Bereich viel Sediment mit sich trägt, das überwiegend von landwirtschaftlichen Flächen stammt, ist der Bau eines Sandfanges im Bereich unterhalb der Eisenbahnlinie nötig. In diesem kann das Sediment zukünftig gezielt aufgefangen und entnommen werden.

Kampfmittelbeseitigung dauert länger als erwartet

Im Vorfeld zur eigentlichen Ausbaumaßnahme Anger Abschnitt I musste eine großflächige Sondierung fast des gesamten Baufeldes durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt werden, da aufgrund einer zuvor durchgeführten Auswertung alter Luftbilder das Vorhandensein von Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg nicht ausgeschlossen werden konnte. In größerem Ausmaß als erwartet, wurden bei den Flächensondierungen mehrere Hundert Verdachtspunkte detektiert. Dort hat der Räumdienst gegraben und in mehreren Fällen Kampfmittel geborgen.

Dass die Flächendetektion länger dauert als geplant und noch nicht abgeschlossen ist, liegt neben den vielen Verdachtspunkten in der Topografie des Geländes begründet. Erhebungen, Böschungen, Senken und insbesondere das jetzige Gewässerbett verursachen einen erheblichen Mehraufwand, da an diesen Stellen die Kampfmittelsondierung akribisch von Hand mit kleinen Geräten ausgeführt werden muss.

Ganz auszuschließen sind weitere Kampfmittelräumungen im Laufe der Bauarbeiten in den Teilabschnitten nicht, da einzelne Flächen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst nicht detektierbar gewesen sind. An diesen Stellen wird baubegleitend weiter untersucht.